Der Private-Equity-Investor Golding Capital Partners hat die erste Zeichnungsrunde seines neuen Buyout-Fonds abgeschlossen. Für den „Golding Buyout VI“ sagten institutionelle Investoren 283 Millionen Euro Kapital zu. Buyout-Fonds sind spezialisierte Private-Equity-Fonds, die Unternehmen übernehmen, restrukturieren und mit Gewinn weiterverkaufen.
Zu den Investoren zählen nach Unternehmensangaben sowohl bestehende als auch neue Kunden, darunter Versorgungswerke, Versicherungen, Sparkassen, Genossenschaften und Stiftungen. Mit dem Fonds erhalten institutionelle Anleger Zugang zu einem diversifizierten Portfolio aus europäischen und nordamerikanischen Small- und Mid-Cap-Unternehmen.
Im Mittelpunkt der Strategie stehen spezialisierte Buyout-Fondsmanager, die sich auf die operative Weiterentwicklung von Unternehmen konzentrieren. Golding setzt dabei insbesondere auf eigentümergeführte Firmen und sieht Wertsteigerungspotenziale vor allem durch langfristige operative Verbesserungen.Der Fonds richtet sich an Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Der Portfolioaufbau des Fonds ist bereits weit fortgeschritten. Das Investmentteam hat nach Unternehmensangaben neun Fondsinvestitionen umgesetzt, weitere Beteiligungen sollen folgen. Ergänzend investiert der Fonds auch in Co-Investments und Secondary-Transaktionen. Diese sollen unter anderem die sogenannte J-Curve – die anfängliche negative Renditephase bei Private-Equity-Investments durch Kosten und zeitverzögerte Wertsteigerungen – abmildern und das Cashflow-Profil verbessern.
Golding konzentriert sich im Small- und Mid-Cap-Segment auf Bereiche wie B2B-Dienstleistungen, Gesundheitswesen, spezialisierte Industrieunternehmen und vertikale B2B-Software. Das geplante Portfolio soll nach Angaben des Unternehmens rund 300 bis 350 Unternehmen umfassen.
Nach Einschätzung von Golding bieten kleinere und mittlere Unternehmensbeteiligungen weiterhin attraktive Chancen. Als Gründe nennt der Investor unter anderem vergleichsweise günstige Einstiegbewertungen und ein breites Spektrum potenzieller Käufer für erfolgreiche Unternehmensentwicklungen.
„Der Zugang zu den richtigen Fondsmanagern bleibt die Grundlage erfolgreicher Buyout-Investments. Entscheidend ist heute jedoch, wie daraus ein Portfolio konstruiert wird“, sagte Vaishnavi Katamreddy, Head of Buyout bei Golding.
Geschäftsführer Hubertus Theile-Ochel sieht in dem erfolgreichen First Closing eine Bestätigung des Ansatzes: Institutionelle Investoren suchten zunehmend Partner, die über verschiedene Marktphasen hinweg Zugang zu geeigneten Investmentmöglichkeiten schaffen und diese in robuste Portfolios integrieren könnten. (DFPA/abg)
Die Golding Capital Partners GmbH ist ein Asset Manager für Private Equity, Private Debt und Infrastruktur in Europa.