DEG vergibt 16,5-Millionen-Euro-Darlehen für Ausbau ugandischer Blumenfarm von Selecta one
Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) stellt dem Stuttgarter Familienunternehmen Selecta one ein langfristiges Darlehen über 16,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung dient der Modernisierung und Erweiterung der ugandischen Wagagai-Farm, die Selecta one im Juli übernommen hatte und die zu den wichtigsten Produktionsstandorten des Unternehmens zählt.
Die Wagagai-Farm im Süden Ugandas produziert vor allem Begonien, Chrysanthemen und Weihnachtssterne und beschäftigt mehr als 2.000 Mitarbeitende. Frauen stellen den Großteil der Belegschaft. Neben überdurchschnittlicher Bezahlung bietet der Betrieb zusätzliche Sozialleistungen und fungiert als lokales Zentrum für soziale Programme. Dazu gehört ein von der DEG unterstütztes Gesundheitszentrum, das mit mittlerweile rund 40.000 Patientenkontakten jährlich auch die umliegende Region versorgt und 50 Beschäftigte hat, darunter Ärztinnen, klinisches Personal und vier Hebammen.
DEG-Chef Roland Siller verwies auf die langjährige Zusammenarbeit mit Selecta one und Wagagai. Die Finanzierung sichere Arbeitsplätze, ermögliche weiteres Wachstum und stärke ein Unternehmen, „das für Innovation und soziale Verantwortung steht“. Die DEG sieht die sozialen Angebote in Uganda zudem als Modell für Standorte von Selecta one in Kenia und Kolumbien.
Selecta one produziert an 13 Standorten in Europa, Afrika, Lateinamerika und Asien und beschäftigt weltweit rund 5.000 Menschen. Die DEG unterstützt das Unternehmen bereits seit Jahren, unter anderem mit Finanzierungen und Beratungsleistungen in Kenia, etwa zu Gesundheitsprogrammen für Mitarbeiterinnen oder zur Umstellung auf Solarenergie.
Im Jahr 2024 stellte die DEG insgesamt 620 Millionen Euro für deutsche Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern bereit, davon 544 Millionen Euro aus eigenen Mitteln. Weitere 74 Millionen Euro flossen über das ImpactConnect-Programm in kleinere Investitionsvorhaben europäischer Unternehmen. Zu den jüngsten Aktivitäten in Ostafrika zählt ein im August angekündigtes 50-Millionen-Dollar-Darlehen an die tansanische CRDB-Bank zur Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen, darunter viele von Frauen und jungen Erwachsenen geführte Betriebe. (DFPA/abg)
Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft ist seit mehr als 60 Jahren Partner für private Unternehmen und Finanzdienstleister und seit 2001 ein Tochterunternehmen der deutschen Förderbank KfW. Die DEG finanziert Unternehmen und berät sie bei ihren Investitionsvorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern. Außerdem investieret das das Förderinstitut in lokale Banken und Finanzdienstleister, die vor Ort vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Finanzierungen versorgen. Rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aktuell für die DEG tätig. Sie arbeiten in Köln und an 17 weiteren Standorten in Partnerländern.