Der österreichische Erneuerbare-Energien-Produzent Renalfa IPP hat sich eine Finanzierung in Höhe von 315 Millionen Euro gesichert, um seine Ausbaupläne in Südosteuropa voranzutreiben. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) führt das Konsortium an, das die Mittel bereitstellt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Die EBRD steuert 100 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bei und mobilisierte zusätzlich 100 Millionen Euro von privaten Banken im Rahmen eines sogenannten A/B-Kreditmodells. Zu den weiteren Geldgebern zählen die Schwarzmeer-Handels- und Entwicklungsbank, OTP Bank, Nova Ljubljanska Banka, UniCredit und Kommunalkredit.
Mit dem Kapital will Renalfa in Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Nordmazedonien rund 1,6 Gigawatt neue Ökostrom-Kapazitäten und 3,3 Gigawattstunden Speicherleistung aufbauen. Die Investitionen sind Teil eines 1,2-Milliarden-Euro-Programms zur Beschleunigung der Energiewende in der Region. Laut EBRD sollen die geplanten Anlagen jährlich rund 2,3 Terawattstunden Grünstrom erzeugen – genug für etwa 920.000 Haushalte. Die Integration von Batteriespeichern soll zudem zur Stabilisierung der Stromnetze beitragen.
Das Vorhaben wird zusätzlich durch die EU-Initiative InvestEU unterstützt, die eine Teilabsicherung der Kredite übernimmt. Zudem soll ein Weiterbildungsprogramm den Mangel an Fachkräften im Bereich der Batteriespeicherung in der Region beheben. (DFPA/abg)
Renalfa IPP mit Sitz in Wien ist ein Joint Venture des bulgarischen Solarunternehmens Renalfa Solarpro Group und des französischen Infrastrukturfonds RGreen Invest.