Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB) hat neue Finanzierungen in Höhe von insgesamt 10 Milliarden Euro gebilligt. Ein Schwerpunkt liegt auf Investitionen in die Energiewende und die Stärkung der Energieunabhängigkeit Europas.
Rund 2 Milliarden Euro sollen in Projekte für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und den Ausbau von Netzen fließen. Geplant sind unter anderem Investitionen in Offshore-Windenergie in Deutschland, Solarprojekte in Italien sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum Netzausbau in mehreren EU-Staaten.
Hintergrund sind anhaltende geopolitische Spannungen, die die Energieversorgung in Europa belasten. EIB-Präsidentin Nadia Calviño betonte, Europa müsse seine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern und den Ausbau sauberer Energie beschleunigen.
Weitere rund 8 Milliarden Euro sind für Projekte in den Bereichen Stadtentwicklung, Verkehr und Unternehmensfinanzierung vorgesehen. Dazu zählen Infrastrukturmaßnahmen etwa in Belgien und Rumänien sowie Investitionen in Unternehmen in Südeuropa.
Zusätzlich will der Europäische Investitionsfonds (EIF) über Garantien und Beteiligungen weitere Mittel mobilisieren, insbesondere für innovative und technologieorientierte Unternehmen. Ziel ist es, Wettbewerbsfähigkeit und Digitalisierung in Europa zu stärken.
Auch außerhalb der EU unterstützt die EIB Projekte, etwa in Afrika. Diese sollen im Rahmen der europäischen Global-Gateway-Strategie wirtschaftliche Entwicklung fördern und internationale Partnerschaften ausbauen. (DFPA/abg)
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Sie vergibt Mittel für solide Investitionen, die den Zielen der EU dienen. Ihre Schwerpunkte sind Klima und Umwelt, Entwicklung, Innovation und Wissen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Infrastruktur und Kohäsion. Die EIB arbeitet eng mit anderen EU-Einrichtungen zusammen, um die europäische Integration voranzubringen, die Union weiterzuentwickeln und die EU-Ziele in über 140 Ländern weltweit zu fördern.