EIB und BNP mobilisieren 335 Millionen Euro für Unternehmen in Italien
Die Europäische Investitionsbank (EIB) und ihre Tochter, der Europäische Investitionsfonds (EIF), stellen gemeinsam mit der italienischen Bank BNL BNP Paribas insgesamt 335 Millionen Euro zur Unterstützung von Unternehmen in Italien bereit. Mit dem neuen Finanzierungsabkommen sollen Investitionen und Betriebsmittel von rund 300 kleinen und mittleren Unternehmen sowie Midcaps gefördert werden, teilten die Partner mit.
Ein Schwerpunkt der Finanzierung liegt auf Süditalien und strukturschwächeren Regionen: Rund 167,5 Millionen Euro, etwa die Hälfte des Gesamtvolumens, sind für sogenannte Kohäsionsregionen vorgesehen. Weitere gut 100 Millionen Euro fließen in den Agrar- und Ernährungssektor, der nach Angaben der EIB rund 15 Prozent zur italienischen Wirtschaftsleistung beiträgt und eine zentrale Rolle für Beschäftigung und regionale Entwicklung spielt.
Kern der Vereinbarung ist eine synthetische Verbriefung von Hypothekendarlehen der BNL BNP Paribas. Der EIF übernimmt dabei eine Garantie für eine Mezzanin-Tranche in Höhe von 111,6 Millionen Euro, die vollständig von der EIB rückgarantiert wird. Durch diese Struktur kann die Bank regulatorisches Kapital freisetzen und neue Kredite in dem vorgesehenen Umfang vergeben.
EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti betonte, das Abkommen unterstreiche das Engagement der EIB-Gruppe für Unternehmertum und regionale Entwicklung in Italien. BNL-Chefin Elena Goitini erklärte, die Zusammenarbeit ermögliche es, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation italienischer Unternehmen zu stärken und sie bei der grünen und digitalen Transformation zu unterstützen. (DFPA/abg)
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Sie vergibt Mittel für solide Investitionen, die den Zielen der EU dienen. Ihre Schwerpunkte sind Klima und Umwelt, Entwicklung, Innovation und Wissen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Infrastruktur und Kohäsion. Die EIB arbeitet eng mit anderen EU-Einrichtungen zusammen, um die europäische Integration voranzubringen, die Union weiterzuentwickeln und die EU-Ziele in über 140 Ländern weltweit zu fördern.