Nach einem soliden Jahresauftakt hat sich der Aufschwung am europäischen Gewerbeimmobilienmarkt im zweiten Quartal 2025 spürbar abgeschwächt. Das geht aus einer Analyse von Virginie Wallut, Director of Real Estate Research and Sustainable Investment beim Asset Manager La Française Real Estate Managers, hervor.
Makroökonomische Unsicherheiten und neue Zollankündigungen sorgen demnach für Zurückhaltung bei Investoren. „Die Erholung scheint an Schwung zu verlieren – doch ESG-konforme und nachhaltige Objekte bleiben klar im Fokus“, so Wallut.
Im ersten Halbjahr beliefen sich die Investitionen auf 77,8 Milliarden Euro – ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders gefragt blieben Büro- und Gesundheitsimmobilien, während Sekundärstandorte weiter an Attraktivität verloren. Prime-Renditen stabilisierten sich in den meisten europäischen Metropolen zwischen 4,0 und 5,25 Prozent.
Trotz eines klareren Zinsumfelds agieren Anleger laut Wallut selektiv und bevorzugen hochwertige, nachhaltige Objekte in zentralen Lagen. „Die zunehmende Bedeutung von ESG-Standards und Klimarisiken treibt die Transformation des Marktes – weg von kurzfristigen Zyklen, hin zu resilienten Strategien“, betont sie. (DFPA/abg)
Die La-Francaise-Gruppe ist ein global tätiger Asset Manager mit Hauptsitz in Paris.