Nach knapp 19 Jahren steht der von dem Asset- und Fonds-Manager Euramco gemanagte „Mikrofinanz-Fonds I“ vor einem erfolgreichen Abschluss. Im Jahr 2007 bot diese geschlossene Fondsbeteiligung deutschen Privatanlegern erstmalig die Chance, durch die Vergabe von Mikrofinanzkrediten an Kleinst- und Kleinunternehmer in Asien und Afrika, Gutes zu tun und zugleich daran zu partizipieren.
Mikrofinanzkredite sind ein Konzept, bei dem Kleinst- und Kleingewerbetreibende mit vergleichsweise winzigen Geldbeträgen – die Spanne reicht von zehn bis zu einigen 100 US-Dollar unterstützt werden.
Mit dem „Mikrofinanz-Fonds I“ konnten sich deutsche Privatanleger zum ersten Mal an solchen Projekten beteiligen. Der Fonds investierte geplant zwölf Millionen US-Dollar in Aktien einer von Catalyst Microfinance Investors (CMIC) gemanagten Zielgesellschaft, die wiederrum Mikrofinanzinstitute finanzierte. Die Entwicklung dieser Gesellschaft habe alle Krisenjahre seit Auflage 2007 unbeschadet überstanden – insgesamt wurden mittelbar knapp 300 Millionen US-Dollar an 1,8 Millionen Kreditnehmer in Indien, den Philippinen, Pakistan und mehreren afrikanischen Staaten vergeben. Die Mittel dienten vor Ort dazu, sich eine neue Existenz aufzubauen und dadurch den Lebensunterhalt zu sichern.
Nun hat die Fondsgesellschaft ihre letzten Anteile an der Zielgesellschaft veräußert. Aus dem Erlös wird eine fünfte Auszahlung in Höhe von 21 Prozent des eingezahlten Kommanditkapitals an die Anleger geleistet. Bis Ende 2018 waren bereits Ausschüttungen in Höhe von 175 Prozent geflossen. Trotz der nachfolgenden Pandemiejahre und geopolitischer Herausforderungen durften sich die Anleger danach über weitere 25 Prozent freuen. Damit ergibt sich für die Investoren ein Gesamtmittelrückfluss in Höhe von 200 Prozent. (DFPA/mb)
Euramco ist ein international ausgerichteter Fonds- und Asset Manager für Beteiligungen an Sachwerten. Den Schwerpunkt bilden Investitionen in Immobilien und Erneuerbare Energien.