Geschlossene AIF: Weniger Produkte, dafür höheres Volumen

Die Ratingagentur Scope hat den Markt für geschlossene Publikumsfonds (AIF) im ersten Halbjahr 2022 analysiert. Insgesamt wurden zwölf Fonds mit einem Emissionsvolumen von rund 600 Millionen Euro von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zum Vertrieb zugelassen. Das Volumen lag damit um 14 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2021 (525 Millionen Euro). Die Zahl der Produkte ist dagegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier gesunken. Das Durchschnittsvolumen der Fonds ging entsprechend nach oben: Es lag bei rund 50 Millionen Euro gegenüber rund 33 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Mehr als drei Viertel des Angebotsvolumens des ersten Halbjahrs (rund 453 Millionen Euro) stammen von vier großen Fonds mit einem geplanten Eigenkapital von jeweils mehr als 50 Millionen Euro: „DF Deutsche Finance Investment Fund 21 – Club Deal Boston IV“, „DF Deutsche Finance Investment Fund 20 – Club Deal Boston III“, „MIG Fonds 17“ und „Patrizia GrundInvest Heidelberg Bahnstadt“. Mehr als die Hälfte des Neuangebots vereint der Münchner Initiator DF Deutsche Finance mit zwei Fonds auf sich (294 Millionen Euro beziehungsweise 315 Millionen US-Dollar).

Unter den zwölf angebotenen AIF befinden sich drei Fonds, die in Fremdwährung notieren – zwei in US-Dollar und einer in Schweizer Franken.

Scope erwartet für das Gesamtjahr ein Emissionsvolumen der geschlossenen Publikums-AIF von einer Milliarde Euro nach 764 Millionen Euro im Jahr 2021. Zum einen wurden in den ersten sechs Monaten bereits 600 Millionen Euro an Eigenkapital emittiert, zum anderen soll mit dem „Jamestown 32“ des Kölner Initiators Jamestown ein großvolumiger AIF im laufenden dritten Quartal auf den Markt kommen.

Die weitere Entwicklung werde jedoch maßgeblich von mehreren Risiken beeinflusst, zu denen Corona, der Krieg in Europa, die Zinswende, die Inflation und die Energiekrise zählen. Besonders im Immobilienbereich sieht sich die Branche der geschlossenen Fonds Herausforderungen gegenüber. Im Fall von Mieterinsolvenzen besteht ein deutlich höheres Risiko als bei breit diversifizierten Fonds, so Scope. Das gestiegene Zinsniveau verteuert Finanzierungen, was die Renditen von neu zu strukturierenden Immobilienfonds und noch zu investierenden Blind-Pool-Konstruktionen belasten kann.

Insgesamt gibt es aktuell größere Unsicherheiten und viele Akteure seien noch in der Findungsphase, was das Pricing und die Bewertung der Risiken betrifft. Gerade für langfristige Anlagen in illiquiden Vermögenswerten, für deren Entwicklung derzeit hohe Unsicherheiten bestehen, kann sich dies negativ auf das Angebotsvolumen und vor allem auf die Angebotszusammensetzung auswirken. Fonds, die zum aktuellen Renditeniveau gezeichnet werden, sind durch die lange Bindung und die fehlende Liquidität möglicherweise im Nachteil zu Alternativanlagen, die wieder an Attraktivität gewinnen, so die Einschätzung von Scope.

Im Übrigen bleiben die Nachhaltigkeitsaspekte Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) ein relevantes Investmentthema. Umso erstaunlicher sei es, dass von den im ersten Halbjahr 2022 lancierten und für den Vertrieb vorgesehenen Fonds nur zwei nach Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung ausgestaltet wurden. Die übrigen sind nach Artikel 6 klassifiziert. (DFPA/JF1)

Die Scope Group ist ein Anbieter von unabhängigen Kreditratings, ESG- und Fondsanalysen. Es werden mehr als 250 Mitarbeiter in Büros in Berlin, Frankfurt, Hamburg, London, Madrid, Mailand, Oslo und Paris beschäftigt.

www.scopegroup.com

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