Die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen am Immobilien-Sondervermögen Habona Nahversorgungsfonds Deutschland“ wurde mit Wirkung zum 30. Juni 2026 ausgesetzt.
Die liquiden Mittel des Sondervermögens reichten derzeit nicht aus, um die zur Rückgabe fälligen Anteile auszuzahlen und zugleich die ordnungsgemäße laufende Bewirtschaftung der Immobilien sicherzustellen. Der „Habona Nahversorgungsfonds Deutschland“ konnte sich laut Habona Invest dem branchenweiten Trend hoher Nettomittelabflüsse nicht entziehen. Eine Trendwende sei derzeit nicht absehbar. Seit Februar 2026 habe sich der Rückgabedruck nochmals deutlich verstärkt.
Oberstes Ziel dieser Maßnahme sei es, die Interessen aller Anleger zu wahren – sowohl der weiterhin investierten Anleger als auch derjenigen, die bereits eine Rückgabeerklärung abgegeben haben oder dies künftig tun möchten. Die Aussetzung der Ausgabe und Rücknahme der Anteile entspreche nicht einer Auflösung des Sondervermögens.
Ein wesentlicher Auslöser der anhaltenden Herausforderungen am Immobilienmarkt sei die abrupte Zinswende im Jahr 2022 gewesen. Seitdem seien die Finanzierungskosten deutlich gestiegen. Zugleich agierten finanzierende Banken risikoaverser und zurückhaltender – sowohl bei Neuvergaben als auch bei anstehenden Prolongationen. Dies erschwere Immobilienverkäufe zusätzlich: Transaktionen dauerten länger, seien schwerer planbar und das Marktvolumen bleibe deutlich unter früheren Niveaus.
Der Investitionsschwerpunkt des „Habona Nahversorgungsfonds Deutschland“ liegt auf Immobilien innerhalb Deutschlands, die auf die nicht digitalisierbare, tägliche Versorgung der Bevölkerung ausgerichtet sind. Ergänzt wird dieses Portfolio durch Kindertagesstätten und lebensmittelgeankerte Quartiersimmobilien unter Beimischung ergänzender Nutzungsarten wie zum Beispiel Wohnen. (DFPA/mb)
Die 2009 gegründete Habona Invest ist ein Investment- und Asset-Managern für Immobilien der Nah- und Grundversorgung in Deutschland.