Offene Immobilienfonds: Vermietungssituation bleibt stabil
Die Vermietungsquoten offener Immobilienfonds haben sich zuletzt konstant auf solidem Niveau gehalten. Sowohl im einfachen Durchschnitt als auch auf volumengewichteter Basis liegt die Quote laut Ratingagentur Scope bei 92,4 Prozent. Vier der fünf größten Fonds weisen überdurchschnittliche Vermietungsquoten aus.
Mit dieser Quote bewegten sich die Fonds auf einem soliden Niveau. Die nahezu konstante Entwicklung der vergangenen anderthalb Jahre sei ein Beleg für aktives Vermietungsmanagement. Obwohl die Branche teilweise in großem Umfang gut aufgestellte Immobilien verkauft hat, konnte sie das Vermietungsniveau stabilisieren.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Fonds seien allerdings deutlich: Die Bandbreite reicht von 83,1 Prozent bis 99,2 Prozent. Sieben Fonds erreichen Vermietungsquoten von über 95 Prozent und sind damit nahezu vollvermietet. Die höchsten Quoten weisen aktuell der „Deka-Immobilien-Metropolen“, der „UniInstitutional German Real Estate“ und der „Realisinvest Europa“ mit jeweils über 97 Prozent auf. Am unteren Ende liegen der „UBS (D) Euroinvest Immobilien“, der „grundbesitz Fokus Deutschland“ und der „Deka-Immobilien Nordamerika“ mit Quoten zwischen 83 Prozent und 86 Prozent.
Insbesondere global ausgerichtete Fonds stehen unter Druck. Hintergrund sind steigende Leerstände bei US-Büroimmobilien, die sich mit Verzögerung in den Portfolios niederschlagen. In den USA sind Mietvertragslaufzeiten oft kürzer, wodurch sich Marktveränderungen schneller auf die Vermietungssituation auswirken. Erste positive Signale sind aber erkennbar – so ging die Büro-Leerstandsquote in den USA im ersten Quartal leicht zurück.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Scope im Durchschnitt mit konstanten bis leicht sinkenden Vermietungsquoten. Gleichzeitig könnte ein rückläufiges Angebot neuer Flächen – etwa durch geringere Bautätigkeit – stabilisierend wirken. (DFPA/mb)
Die Scope Group ist ein Anbieter von unabhängigen Kreditratings, ESG- und Fondsanalysen.