Offene Immobilienfonds: Weitere Mittelabflüsse erwartet
Im Jahr 2025 verzeichneten offenen Immobilienfonds einen Nettomittelabfluss von rund 7,6 Milliarden Euro, nach 5,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Ratingagentur Scope rechnet für 2026 mit einem weiteren Rückgang des Gesamtvermögens – auch wenn nicht alle Fonds davon gleichermaßen betroffen sind. Einige Fondsanbieter verzeichnen einen Rückgang der Kündigungen.
Fonds, bei denen die Rückflüsse die Zuflüsse dauerhaft übersteigen, müssen Immobilien zur Liquiditätsbeschaffung veräußern. Im Jahr 2024 belief sich das Objektverkaufsvolumen sämtlicher Fonds auf rund 5,3 Milliarden Euro, während der Nettomittelabfluss 5,1 Milliarden Euro betrug. Im Jahr 2025 stieg das Verkaufsvolumen auf 6,7 Milliarden Euro, während der Nettomittelabfluss im Saldo 6,2 Milliarden Euro betrug. Diese Zahlen zeigten, dass die Fonds in Summe signifikante Objekteverkäufe realisieren können.
Auch für 2026 gibt der überwiegende Teil der Fondsmanager an, die zur Liquiditätsbeschaffung erforderlichen Verkäufe realisieren zu können. Eine Rücknahmeaussetzung schätzt die überwiegende Zahl der Manager, insbesondere die Manager der fünf Flaggschiff-Fonds daher weiterhin als unwahrscheinlich ein. Für einzelne Fonds kann Scope weitere Rücknahmeaussetzungen dennoch nicht ausschließen.
Auf Grundlage der zum 30. Januar 2026 verfügbaren Daten hielten die 26 von Scope analysierten Fonds liquide Mittel in Höhe von zusammen 15,4 Milliarden Euro, was einer Liquiditätsquote von durchschnittlich 15,2 Prozent des Fondsvermögens entspricht. Damit liegen die Fonds auf einem grundsätzlich soliden Niveau – und weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestliquiditätsanforderung von fünf Prozent. (DFPA/mb)
Die Scope Group ist ein Anbieter von unabhängigen Kreditratings, ESG- und Fondsanalysen.