Für die Immobilienwirtschaft bleibt die gesamtwirtschaftliche Situation trotz der leichten konjunkturellen Abschwächung dank stabiler Rahmenbedingungen gut, sagt Florian Wenner, Head of Research [&] ESG beim Real Estate Manager Praemia Reim Germany in seinem aktuellen „Standpunkt Q2/2024“.
Sein Blick auf den deutschen Immobilienmarkt zeigt, dass die Stimmung in der Immobilienbranche zwar ist gut, doch ist es für zu groß0en Optimismus noch zu früh.
Für Büroimmobilien scheint es aktuell keinen schnellen Ausweg aus der Krise zu geben. Dennoch lohne es sich, für Möglichkeiten offen zu sein, meint Wenner. Wohnimmobilien bleiben die mit Abstand beliebteste Assetklasse und Einzelhandelsimmobilien sind für Wenner nach wie vor etwas für mutige und kapitalstarke Akteure. Gesundheitsimmobilien werden von Investoren noch immer eher gemieden. Doch Wenner analysiert, dass sich die Transaktionsvorbereitungen häufen, was den Experten auf eine leichte Belebung zum Jahresende hoffen lässt. Hotelimmobilien sind dank guter Auslastungszahlen der neue „Hidden Champion“ für Wenner und Logistikimmobilien verzeichnen eine stabile Nachfrage, auch wenn die Transaktionsvolumina noch weit von den Boomjahren entfernt sind.
„Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 0,1 Prozent geschrumpft und das, obwohl sie sich schon in einer Phase des konjunkturellen Aufwinds wähnte – ein deutlicher und auch überraschender Stimmungsdämpfer“, so Wenner. Umso mehr könne gerade Deutschland Signale für eine konjunkturelle Wende gut gebrauchen. Die im Juni erfolgte Leitzinssenkung sei hier ein Schritt in die richtige Richtung, meint Wenner.
„Doch trotz schrumpfender Wirtschaft, einem Transaktionsvolumen, das im ersten Halbjahr unter 10 Milliarden Euro lag und aktuell kaum stattfindenden Transaktionen zeigt das Stimmungsbarometer in der Immobilienbranche deutlich nach oben“, erklärt der Researcher. Die Branche blicke also vergleichsweise optimistisch in die Zukunft. „Dafür spricht, dass die viel beschworene Belebung der Transaktionstätigkeit scheinbar so langsam in Gang kommt.“ Immerhin hätten sich die Spitzenrenditen in den letzten sechs Monaten stabilisiert, viele Buchwerte seien nach unten korrigiert und der Leitzins leicht gesenkt worden.
Wenner: „Bei all diesen Vorzeichen drängt sich also die Frage auf: Worauf warten die Akteure noch?“ (DFPA/abg)
Die ausführliche Marktanalyse mit Zahlen und Diagrammen finden Sie hier.
Praemia REIM ist ein französischer Real Estate Asset Manager. Das Unternehmen konzipiert und verwaltet Immobilienfonds für nationale und internationale Kunden und beschäftigt mehr als 550 Mitarbeitende in Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Italien, Spanien, Singapur und dem Vereinigten Königreich. Praemia REIM Germany (ehemals Primonial REIM Germany) operiert seit 2017 als Tochtergesellschaft unter dem Dach der Praemia REIM Gruppe.
Praemia Reim verwaltet ein Vermögen im Wert von 38 Milliarden Euro (Stand: 31. Dezember 2023). Die pan-europäische Plattform von Praemia Reim verwaltet 61 Fonds und bedient mehr als 90.000 Einzelanleger und institutionelle Investoren. Das Immobilienportfolio umfasst mehr als 1.600 Gebäude und erstreckt sich über alle Haupt-Assetklassen und 10 europäische Länder.
https://www.praemiareim.de/de/