RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Welthandel legt zu
Zum Jahresende nahm der Welthandel – gemessen am Containerumschlag – trotz der Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik wieder zu. Laut aktueller Schnellschätzung ist der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) im Dezember auf 143,2 Punkte gestiegen.
Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich der Gesamtindex leicht um 1,2 Indexpunkte. Der Index für die nordeuropäischen Häfen ist hingegen um 1,4 Indexpunkte gesunken. Die Streiks in den Häfen Antwerpen und Rotterdam zum Ende des vergangenen Jahres belasten deren Containerumschläge nach wie vor.
Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt: „Im vergangenen Jahr hat der Welthandel trotz der erratischen US-Zollpolitik zugenommen. Sowohl Europa als auch China verzeichnen Zuwächse im Warenumschlag. Die USA hingegen fallen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die geplante Freihandelszone zwischen der EU und Indien wird ein Viertel der Weltwirtschaft abdecken. Diese Marktöffnung kann erheblich zu Wohlstand, Resilienz und Verlässlichkeit für alle Beteiligten beitragen.“ (DFPA/ljh)
In den Index gehen die im Rahmen des ISL Monthly Container Port Monitor fortlaufend erhobenen Angaben zum Containerumschlag in 90 internationalen Häfen ein, auf die rund 64 Prozent des weltweiten Containerumschlags entfallen. Die aktuelle Schnellschätzung für den Containerumschlag-Index stützt sich auf Angaben von 80 Prozent des im Index abgebildeten Umschlags.