Die britische Bank Standard Chartered hat mit dem chinesischen Agrarunternehmen COFCO International einen nachhaltigkeitsgebundenen Kredit über 435 Millionen US-Dollar vereinbart. Die Konditionen des Darlehens sind an Fortschritte bei Klimaresilienz und sozialen Standards in den Lieferketten des Unternehmens gekoppelt.
Nach Angaben der Bank handelt es sich um das erste Darlehen dieser Art mit einem Schwerpunkt auf sozialer Resilienz. Zudem zählt die Finanzierung zu den ersten weltweit, die Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel mit sozialen Anforderungen in globalen Agrarlieferketten kombiniert.
Die Kreditkonditionen sehen vor, dass sich die Finanzierungskosten je nach Zielerreichung verändern. Maßgeblich sind unter anderem der Anteil zertifizierter Agrarrohstoffe wie Getreide und Ölsaaten sowie strengere Prüfungen und Sozialstandards bei Zulieferern, insbesondere in brasilianischen Soja- und Maislieferketten.
Standard Chartered erklärte, die Transaktion unterstreiche das Ziel, wirtschaftliche Aktivitäten mit messbaren positiven Effekten für Gesellschaft und Umwelt zu verbinden. COFCO betonte, dass die Finanzierung eng mit den eigenen Nachhaltigkeitszielen verzahnt sei und den Ausbau verantwortungsvoller Lieferketten unterstützen solle.
Nach Einschätzung beider Unternehmen geht das Modell über klassische nachhaltigkeitsbezogene Finanzierungen hinaus, die bislang vor allem auf die Reduktion von Treibhausgasen ausgerichtet waren, und bezieht verstärkt soziale Risiken und Anpassungsfähigkeit in globalen Lieferketten ein. (DFPA/abg)
Standard Chartered ist eine führende internationale Bankengruppe mit Hauptsitz in London , die in 54 der weltweit dynamischsten Märkte aktiv ist. Seinen Hauptumsatz erwirtschaftet das Unternehmen nicht in Großbritannien, sondern in Hongkong, Südkorea, Indien und anderen Teilen Asiens.