Der Asset Manager Union Investment hat das Geschäftsjahr 2024 in einem schwierigen Umfeld für die Asset-Management-Branche laut eigener Angabe gut gemeistert. Trotz eines Jahres voller Krisen lag der Nettoabsatz bei insgesamt 17,3 Milliarden Euro und damit etwas höher als im Vorjahr (2023: 16,8 Milliarden Euro). Aufgrund des starken Neugeschäfts, der guten Fondsperformance insbesondere im Wertpapierbereich und der bei aller Volatilität letztlich unterstützenden Börsen durchbrach das verwaltete Vermögen im Oktober 2024 erstmals die Marke von 500 Milliarden Euro und stieg bis zum Jahresende auf einen Höchststand von 504,7 Milliarden Euro (2023: 455,2 Milliarden Euro).
Auch das Ergebnis vor Steuern erreichte mit 1.241 Millionen Euro ein neues Allzeithoch (2023: 974 Millionen Euro). „Union Investment zählte auch 2024 zu den absatzstärksten Fondsgesellschaften in Deutschland und Europa. Wir wachsen gegen den Trend und haben unsere Position in Deutschland, dank der Unterstützung unserer genossenschaftlichen Banken weiter ausgebaut“, sagte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, bei der Jahrespressekonferenz des Unternehmens.
Das Neugeschäft mit Privatkunden trug im abgelaufenen Jahr mit 12,6 Milliarden Euro (2023: 12,2 Milliarden Euro) erneut den größten Teil zum Absatz bei. Dies war zugleich der zweithöchste Nettozufluss im Privatkundengeschäft in der Unternehmensgeschichte, der nur von dem Rekordjahr 2021 übertroffen wurde. Der verwaltete Bestand privater Gelder wuchs auf 254,0 Milliarden Euro (2023: 218,0 Milliarden Euro) an. Favorit beim Absatz waren im vergangenen Jahr erneut Rentenfonds. Ihnen flossen netto 10,5 Milliarden Euro zu (2023: 7,3 Milliarden Euro), wobei allein 6,5 Milliarden Euro auf den „UniOpti4“ entfielen. Abflüsse gab es hingegen bei Offenen Immobilienfonds mit 1,3 Milliarden Euro (2023: 0,4 Milliarden Euro) und bei Mischfonds mit 1,5 Milliarden Euro (2023: minus 1,2 Milliarden Euro). Geldmarktfonds und wertgesicherte Produkte trugen 0,2 Milliarden Euro zum Absatzergebnis bei.
Getragen wurde der Absatz im Privatkundengeschäft vom klassischen ratierlichen Sparen. „Wir konnten 2024 bei den klassischen Fondssparplänen netto rund 200.000 neue Kunden hinzugewinnen. Dabei ist besonders erfreulich, dass 51 Prozent der neuen Sparer jünger als 35 Jahre sind. Das ist ein klarer Beleg, dass das Fondssparen mit aktiv gemanagten Lösungen auch bei jüngeren Menschen Anklang findet“, sagte Reinke. Mit klassischen Sparplänen, Riester-Sparplänen und VL-Sparen verwaltet Union Investment 6,4 Millionen Fondssparpläne (2023: 6,3 Millionen).
Neugeschäft mit institutionellen Kunden im Vorjahresvergleich gesteigert
Die Nettomittelzuflüsse von institutionellen Kunden haben sich im Vergleich zum Vorjahr stabil entwickelt. Sie betrugen 4,7 Milliarden Euro (2023: 4,6 Milliarden Euro). Der Bestand an institutionellen Geldern wuchs bis zum Jahresende auf 250,7 Milliarden Euro (2023: 237,2 Milliarden Euro) an. Dabei standen klassische Fixed-Income-Strategien sowie Alternative Investments im Fokus der Anleger. Einmal mehr trugen Spezialfonds in besonderem Maße zum Absatzerfolg bei, während das Geschäft mit institutionellen Publikumsfonds leicht rückläufig war. (DFPA/mb1)
Die Union Asset Management Holding AG (Union Investment) mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein Anbieter für die Fondsvermögensverwaltung innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe.