Union Investment richtet Immobiliengeschäft neu aus
Der genossenschaftliche Vermögensverwalter Union Investment stellt sein Immobiliengeschäft nach zwei schwierigen Jahren strategisch neu auf. Für 2026 hat sich das Unternehmen nach eigenen Angaben die Rückkehr auf die Käuferseite und die Stärkung der Ertragskraft vorgenommen.
Nach Unternehmensangaben entwickelte sich das Geschäft 2025 insgesamt stabil. Schwächen im Privatkundengeschäft seien durch ein starkes institutionelles Geschäft ausgeglichen worden. Zum Jahresende verwaltete Union Investment Immobilienvermögen von rund 50 Milliarden Euro, nach 55 Milliarden Euro im Vorjahr.
Belastend wirkten vor allem hohe Rückgaben privater Anleger. Die offenen Immobilienfonds verzeichneten einen Nettomittelabfluss von 2,32 Milliarden Euro. Union Investment priorisierte daher Liquidität zulasten der Performance und veräußerte 2025 Immobilien im Volumen von 3,23 Milliarden Euro. Die Verkaufspreise lagen nach Angaben des Unternehmens auf oder über den zuletzt ermittelten Gutachterwerten.
Dank der Verkäufe verfügen die Publikumsfonds über hohe Liquiditätsquoten deutlich oberhalb der gesetzlichen Mindestanforderungen. Zugleich erhöhte Union Investment die Ausschüttungen um 14 Prozent auf insgesamt 769 Millionen Euro, auch wenn die Gesamtperformance im Retailbereich erstmals negativ ausfiel.
Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Wendepunkt. Ab dem ersten Halbjahr sollen sich Performance und Wertentwicklung in allen Produkten erholen. Nach einem ersten Zukauf Ende 2025 plant Union Investment weitere Investitionen, insbesondere in Logistik, Gewerbeparks und Fachmarktzentren. Das Ziel ist eine Rückkehr auf die Käuferseite und eine nachhaltige Stärkung der Ertragskraft. (DFPA/abg)
Die Union Asset Management Holding AG (Union Investment) mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein Anbieter für die Fondsvermögensverwaltung innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe.