Windkraft-Ausbau gewinnt an Tempo
Der Ausbau der Windenergie in Deutschland nimmt wieder Fahrt auf und rückt verstärkt in den Fokus institutioneller Investoren. Nach Meinung des auf Windernergie spezialiserten Beratungshauses CAV können neue Ausschreibungen und politische Impulse die Branche nach Jahren der Stagnation nachhaltig beleben.
So stünden zusätzliche Ausschreibungen von insgesamt bis zu 17 Gigawatt Onshore-Windenergie im Raum. Neben bereits geplanten Ausbauvolumina von rund zwölf Gigawatt wird eine Sonderausschreibung von etwa fünf Gigawatt diskutiert. Parallel sorgen gelockerte Abstandsregeln in einzelnen Bundesländern für neue verfügbare Flächen.
Die CAV-Experten sehen darin einen strukturellen Wendepunkt. Verbesserte politische Rahmenbedingungen und technologische Fortschritte erhöhen die Wirtschaftlichkeit von Projekten, auch an bislang weniger attraktiven Standorten. Moderne Anlagen erzielen höhere Erträge, zugleich werden Genehmigungsverfahren schrittweise vereinfacht.
Für institutionelle Investoren gewinnt die Anlageklasse damit wieder an Attraktivität. Windkraftanlagen bieten über lange Laufzeiten stabile und planbare Erträge und werden zunehmend als Bestandteil strategischer Portfolios betrachtet.
Gleichzeitig bleibt die Regulierung ein Unsicherheitsfaktor. Diskussionen über höhere Kostenbeteiligungen beim Netzanschluss sorgen in der Branche für Skepsis. Insgesamt dürfte die Investitionsdynamik jedoch weiter zunehmen – getragen von geopolitischen Entwicklungen, dem Wunsch nach mehr Energieunabhängigkeit und dem wachsenden Bedarf an erneuerbaren Energien. (DFPA/abg)
Die CAV Gruppe ist eine Beratungs- und Assetmanagement Einheit im Bereich der Erneuerbaren Energien mit dem Fokus auf Onshore Windenergie und Initiator nachhaltiger Kapitalanlagen. Sitz der Gesellschaft ist Regensburg.