Nach leichten Erholungstendenzen im Jahr 2025 verzeichnet die deutsche Immobilienwirtschaft im ersten Quartal 2026 eine spürbare Eintrübung der Stimmung. Das zeige der aktuelle ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex (ISI).
„Das wackelige Fundament der immobilienwirtschaftlichen Erholung wird durch geopolitische Krisen und steigende Energiepreise erneut gebremst. Weitere Vorschläge zur Verschärfung von Mietpreisregulierungen kommen zur Unzeit“, kommentiert ZIA-Präsidentin Iris Schöberl die zentralen Ergebnisse der Umfrage.
Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage steigt leicht um 1,7 Punkte auf 14,5, allerdings sinken die Erwartungen deutlicher um 3,7 Punkte auf 16,4. Das Gesamtklima verschlechtert sich um 1,0 Punkte gegenüber dem 4. Quartal 2025 und liegt nun fast 10 Punkte unter dem Wert des Sommers 2025.
Während der Büromarkt robust bleibe, sind insbesondere Wohnimmobilien und Projektentwicklung von den aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen stark betroffen. Die Immobilienwirtschaft zeige sich vorsichtig und zurückhaltend in ihren Erwartungen für die kommenden Quartale.
„Die Ergebnisse zeigen: Wenn die Politik nicht entschlossen mit strukturellen Reformen dagegenhält, droht sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt dramatisch zu verschärfen – und das in einer in den Metropolregionen bereits extrem angespannten Situation“, mahnt Schöberl.
Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Er spricht durch seine Mitglieder, darunter mehr als 30 Verbände, für rund 37.000 Unternehmen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
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