Die Finanzaufsicht BaFin hat die Ergebnisse ihrer Marktuntersuchung zu Zins- und Express-Zertifikaten veröffentlicht. Die BaFin hatte dabei keine systematischen und gravierenden Mängel bei der Herstellung und dem Vertrieb der untersuchten Anlage-Zertifikate festgestellt. Bei einigen Instituten gab es aber Defizite.
Mängel zeigten sich bei einzelnen Instituten in der Product-Governance. Dies betraf Zins- und Express-Zertifikate. Zudem stellte sich heraus, dass Banken und Sparkassen die Margen in den Kosteninformationen nicht einheitlich ausgewiesen hatten. Die BaFin steht mit den betroffenen Instituten in Kontakt.
Die fünfstufige Untersuchung der BaFin, die von Mai 2024 bis Februar 2025 stattfand, at auch gezeigt, dass knapp die Hälfte der befragten Verbraucherinnen und Verbraucher Probleme hatte, in den Beratungsgesprächen den Erklärungen zu Zins- und Express-Zertifikaten zu folgen. Ein Teil der Kundinnen und Kunden verstand zudem die Funktionsweise und die Risiken von Express-Zertifikaten nicht vollständig. Trotzdem gaben viele Kundinnen und Kunden an, mit den Beratungsgesprächen und den empfohlenen Produkten zufrieden zu sein und ihren Beraterinnen und Beratern in hohem Maße zu vertrauen.
Banken müssen Vertrauen gerecht werden
Die BaFin will darauf achten, dass die Banken und Sparkassen dieses Vertrauensverhältnis beim Vertrieb von Finanzprodukten nicht ausnutzen. Denn das könne riskant werden: für die Kundinnen und Kunden, aber auch für die Reputation der Institute und der Finanzbranche selbst. (DFPA/abg)
Die vollständige Studie finden Sie hier.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn und Frankfurt am Main. Sie vereinigt die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach. Ihr Hauptziel ist es, ein funktionsfähiges, stabiles und integres deutsches Finanzsystem zu gewährleisten.