Die EU plant, den Bürgern den Zugang zu Investitionen am Kapitalmarkt zu erleichtern, um höhere Renditen als mit Spareinlagen zu erzielen. Dazu plant sie ein Spar- und Investitionskonto, das sich an bereits bestehende Spar- und Anlagekonten verschiedener Länder anlehnt (siehe dazu auch die Meldung vom DAI). Am 30. September 2025 hat die EU-Kommission Empfehlungen zur Gestaltung des Spar- und Investitionskontos und ein Factsheet veröffentlicht. Zentrale Voraussetzung ist, dass die Mitgliedsländer steuerliche Anreize schaffen, so meldet der BVI Bundesverband Investment und Asset Management (BVI).
Dazu sagt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI: „Das Spar- und Investitionskonto der EU ist eine nette Idee, die ohne steuerliche Anreize durch die Mitgliedstaaten schnell in Vergessenheit geraten wird. Und wenn wir über steuerliche Anreize reden, dann sind sie am wirksamsten für die Kapitalmärkte in der privaten Altersvorsorge. In Deutschland liegt das Altersvorsorgedepot fertig in der Schublade. Wenn die Regierung es mit der Reform ernst meint, könnte sie es noch in diesem Herbst umsetzen.“ (DFPA/mb)
Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main ist Repräsentant der Investmentbranche in Deutschland.