Factsheet: Mehr Transparenz für Finfluencer
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat zusammen mit den europäischen Finanzmarktaufsichtsbehörden ein Factsheet für Finfluencer erstellt. Es gibt einen Überblick über rechtliche Pflichten und enthält Tipps, wie Finanzprodukte beworben werden dürfen.
Das Factsheet beinhaltet unter anderem folgende Hinweise für Personen, die in sozialen Medien Inhalte zu Finanzprodukten oder -dienstleistungen veröffentlichen (Finfluencer): Irreführende oder leichtfertige Posts können negative finanzielle Folgen für Follower haben und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Finfluencer müssen für ihre geposteten Inhalte die Verantwortung tragen.
Es muss klar und verständlich sein, wenn Finfluencer für ein beworbenes Finanzprodukt Geld, Geschenke oder Vergünstigungen erhalten. Dies gilt auch, wenn sie selbst in das beworbene Produkt investiert haben oder davon profitieren könnten.
Bei der Werbung für Finanzprodukte müssen Finfluencer besonders vorsichtig sein, da sie sich für Verbraucher finanziell sehr negativ auswirken kann. „Geben Sie nicht vor, ein Experte zu sein“, so heißt es in dem Factsheet. „Wenn Sie ein Produkt nicht vollständig verstehen, sprechen Sie nicht so darüber, als ob Sie das täten.“
Das Factsheet ist über die Website der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority – ESMA) abrufbar, die die Erstellung des Dokuments federführend verantwortet hat. (DFPA/mb)
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn und Frankfurt am Main. Sie vereinigt die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach. Ihr Hauptziel ist es, ein funktionsfähiges, stabiles und integres deutsches Finanzsystem zu gewährleisten.