Die EU-Kommission hat einen Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit des Bankensektors veröffentlicht. Darin skizziert sie ein Vereinfachungspaket zur Bankenregulierung. „Ob das Bankenpaket ambitioniert ist oder nicht, müssen Bankenvertreter beurteilen. Aber ein Bankenpaket allein reicht nicht“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
„Wenn die Politik ihr Wachstumsversprechen einlösen will, braucht sie den gesamten Finanzsektor. Dazu gehören auch Versicherer. Sie gehören zum wettbewerbsfähigsten Teil des europäischen Finanzsektors und sind damit ein zentraler Bestandteil europäischer finanzieller Souveränität.
Daher braucht es einen Financial Services Omnibus, der regulatorische Verbesserungen für den gesamten Finanzsektor schafft. Mir leuchtet nicht ein, warum ein sekundäres Wettbewerbsfähigkeitsmandat für die europäische Bankenaufsicht EBA und auch für die europäische Wertpapieraufsicht ESMA positiv diskutiert wird, aber nicht für das Versicherungspendent EIOPA. Solange das primäre Ziel Finanzmarkstabilität unverändert gilt, sollte man allen drei Aufsichtsbehörden ein zusätzliches sekundäres Wettbewerbsfähigkeitsmandat geben“, so Asmussen.
Der Bericht der EU-Kommission zur Wettbewerbsfähigkeit des Bankensektors und zum Binnenmarkt im Bankwesen skizziert ein Vereinfachungspaket zur Bankenregulierung, das im ersten Quartal 2027 vorgestellt werden soll. Im Anschluss müssen Mitgliedstaaten und Europäisches Parlament die Maßnahmen in einem Gesetzgebungsprozess formal verabschieden. (DFPA/mb)
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland.