Globales Gremium will Klima- und Umweltrisiken stärker ins Risikomanagement einbinden

Das Network for Greening the Financial System (NGFS), in dessen Lenkungsausschuss (Steering Committee) und Plenum die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Mitglied ist, hat am 17. April seinen ersten Bericht mit dem Titel „A call for action – Climate change as a source of financial risk“ veröffentlicht. In dem Papier wird dargestellt, wie sich Klima- und Umweltrisiken auf die Finanzmärkte auswirken. Es ist der erste Bericht, der das vielschichtige Thema auf diesem Niveau beleuchtet.

Das NGFS ruft zu konzentriertem Handeln auf und schlägt den Zentralbanken und Aufsichtsbehörden vier mögliche Vorgehensweisen (Best Practices) vor, mit denen der Finanzsektor dazu beitragen kann, die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen. Zu den Best Practices gehört unter anderem die stärkere Einbindung von Klima- und Umweltrisiken ins Risikomanagement, was die BaFin sehr begrüßt. Zwei weitere Empfehlungen richten sich an die Gesetzgeber. Sie sollen nach Ansicht des NGFS einheitliche Offenlegungspflichten und eine Taxonomie nachhaltiger Aktivitäten schaffen.

Der Arbeitsplan des NGFS für die nächsten zwölf bis vierzehn Monate zeigt, dass sich das Netzwerk künftig vertiefter mit dem klima- und umweltbezogenen Risikomanagement in Aufsichtsbehörden und Finanzinstituten, szenariobasierter Klimarisikoanalyse und der Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien in das Portfoliomanagement der Zentralbanken beschäftigen will.

Quelle: Meldung BaFin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn und Frankfurt am Main. Sie vereinigt die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach. Ihr Hauptziel ist es, ein funktionsfähiges, stabiles und integres deutsches Finanzsystem zu gewährleisten. (JF1)

www.bafin.de

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