Investoren im Blick: Positionspapier der German Open Finance Charta fordert praxisgerechtes FiDA-Umsetzungskonzept
Die German Open Finance Charta (GOFC) hat ein Positionspapier zur Financial Data Access Regulation (FiDA) veröffentlicht und appelliert an Politik und Aufsicht, Open Finance in Europa praxisnah, fair und innovationsfreundlich zu gestalten. Ziel sei es, sowohl großen als auch kleinen Marktteilnehmern einen gerechten Zugang zu Finanzdaten zu ermöglichen, heißt es in dem Papier.
Das Dokument enthält acht zentrale Empfehlungen für die Trilogverhandlungen, darunter eine schrittweise Einführung mit Pilotprojekten, europaweit einheitliche Schnittstellenstandards, transparente Vergütungsmodelle für Datenbereitstellung und die Sicherstellung des Zugangs für FinTechs und Vermittler.
Laut GOFC können gut zugängliche Finanzdaten für Anleger und Finanzdienstleister einen deutlichen Mehrwert schaffen: Verbraucher erhalten mehr Transparenz, Berater können effizienter arbeiten, und Institute erschließen neue Geschäftsmodelle. Open Finance werde damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für die europäische Finanzbranche.
Die German Open Finance Charta 2025 wurde von FRIDA e.V., AfW Bundesverband Finanzdienstleistung e.V., VOTUM Verband Unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa e.V. und TechQuartier – FinTech Community Frankfurt GmbH initiiert. Innerhalb kürzester Zeit konnten sechs namhafte Initiativen und Verbände, 22 Unternehmen und 18 Einzelpersonen für die Charta gewonnen werden. Die Charta bietet Politikern und Aufsichtsbehörden zudem konkrete Dialogformate an, um regulatorische Vorgaben praxisnah umzusetzen und digitale Innovationen wirksam zu machen. (DFPA/abg)
Das vollständige Positionspapier sowie weitere Informationen finden Sie hier.
Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung ist die berufsständische Interessenvertretung unabhängiger Finanzberater. Der Verband vertritt die Interessen von ca. 40.000 Versicherungsmakler sowie unabhängigen Finanzanlagen- und Immobiliardarlehensvermittler aus über 2.100 Mitgliedsunternehmen.