Krypto-Anlagen: Finfluencer prägen Investitionsentscheidungen
Soziale Medien gewinnen bei Anlageentscheidungen im Kryptomarkt zunehmend an Bedeutung und stellen Anleger wie Aufsichtsbehörden vor neue Herausforderungen. Nach Einschätzung der Hamburger Kanzlei SBS Legal Rechtsanwälte Schulenberg & Partner beeinflussen sogenannte Finfluencer das Investitionsverhalten spürbar, während rechtliche Grauzonen und Risiken für Privatanleger wachsen.
Insbesondere jüngere Anleger informieren sich laut Zahlen der Finanzaufsicht BaFin häufig über Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok. Demnach investiert fast jede zweite Person, die regelmäßig Finfluencer-Inhalte konsumiert, in Kryptowerte, während der Anteil ohne diesen Einfluss deutlich niedriger liegt. Hohe Renditeversprechen, emotional aufgeladene Erfolgsgeschichten und künstlicher Zeitdruck verstärkten dabei die Risikobereitschaft, so Finn Niklas Nitz, Rechtsanwalt & Spezialist für Kryptorecht & KI-Recht.
Die BaFin warnt vor erheblichen Gefahren durch Kursschwankungen, Betrugsmodelle und technische Risiken wie Hackerangriffe. Mit der europäischen MiCAR-Verordnung und verschärfter nationaler Aufsicht wurde der regulatorische Rahmen für Kryptowerte zuletzt erweitert, um mehr Anlegerschutz zu schaffen. Zugleich betont die Aufsicht, dass auch Finfluencer bei unerlaubter Anlageberatung oder Marktmanipulation in den Fokus regulatorischer Maßnahmen geraten können. (DFPA/abg)
SBS Legal Rechtsanwälte ist eine seit mehr als 20 Jahren in Hamburg ansässige Kanzlei für das allgemeine Wirtschaftsrecht und Unternehmensrecht. Die Anwälte begleiten Unternehmen, Unternehmer und Selbstständige aus dem Mittelstand bundesweit in allen rechtlichen Fragen rund um ihr Business – vom klassischen Gesellschaftsrecht bis zu modernen Rechtsgebieten wie Kryptorecht und E-Commerce-Recht.