Altersvorsorge: Deutsche Kreditwirtschaft begrüßt Regierungsentwurf
Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) begrüßt den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge. Der Gesetzentwurf sei eine wichtige Chance, die private Altersvorsorge in Deutschland grundlegend zu modernisieren und zu stärken.
Damit dieser Impuls nachhaltig zum Erfolg führt, komme es nun darauf an, die vorgesehenen Regelungen praxistauglich auszugestalten und unnötige bürokratische Hürden zu vermeiden. So sollten insbesondere die im Entwurf angedachten ausufernden Informationspflichten reduziert werden, um einen „information overload“ für Kunden zu vermeiden.
Besonders positiv bewertet die DK die geplante Einführung eines Altersvorsorgedepots ohne Beitragsgarantien. „Die Erweiterung der geförderten Altersvorsorge um Wertpapiersparpläne ermöglicht es den Bürgerinnen und Bürgern, kostengünstig und flexibel in Wertpapiere zu investieren und damit besser von den langfristigen Renditechancen der Kapitalmärkte zu profitieren“, sagt Daniel Quinten, Vorstandsmitglied des BVR, in diesem Jahr federführend für die DK. Auch die vorgesehene Abkehr von einer verpflichtenden Verrentung zugunsten flexibler Auszahlungsoptionen bis mindestens zum vollendeten 85. Lebensjahr stelle einen wichtigen Schritt dar, um den Menschen mehr Gestaltungsfreiheit in der Auszahlungsphase zu ermöglichen.
Damit die Reform ihr volles Potenzial entfalten kann, müssen aus Sicht der DK jedoch einige Regelungen des Entwurfs praxisgerecht ausgestaltet werden, etwa den zu eng gefassten Kostendeckel für den Standarddepot-Vertrag Altersvorsorge überarbeiten oder die Zielgruppe der geförderten Vorsorge erweitern. (DFPA/mb)
Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) ist als Zusammenschluss des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, des Bundesverbandes deutscher Banken, des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken die Interessenvertretung der kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände. Sie ist im August 2011 hervorgegangen aus dem Zentralen Kreditausschuss (ZKA) und führt dessen Arbeit fort.