Reform der privaten Altersvorsorge: Entscheidender Schritt zur Verringerung der Rentenlücke
„Der Gesetzentwurf ist ein wichtiger Schritt, damit die Menschen ihre wachsende Rentenlücke verringern können. Diese Rentenlücke ist eines unserer größten volkswirtschaftlichen Probleme“, sagt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des deutschen Fondsverbands BVI. „Die Entscheidung der Bundesregierung, die Reform der privaten Altersvorsorge vor der Frühstart-Rente in Angriff zu nehmen, war richtig. Davon profitieren rund 50 Millionen Menschen zwischen 18 und 66 Jahren.“
Der Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums greift das Altersvorsorgedepot auf, das in der letzten Legislatur in der Politik, bei Fachleuten und in der Öffentlichkeit große Zustimmung gefunden habe. Damit könnten Sparer aus einer Vielzahl an Produkten wählen und für das Alter vorsorgen.
Der gesetzliche Zwang zu Garantien und lebenslanger Verrentung entfällt und mache damit den Weg frei für flexible Spar- und Auszahlmodelle. Das eröffnet Sparern höhere Renditechancen als die Riester-Rente. Denn Beitragsgarantien und Verrentung sind teuer und schmälern die Rendite. Künftig können Sparer zudem die Rentenphase ihren Bedürfnissen entsprechend planen und zwischen einem Fondsauszahlplan und einer Rentenversicherung wählen. Das steigere die Attraktivität der privaten Altersvorsorge erheblich. Mit dieser Reform schaffe Deutschland auch international endlich den Anschluss. (DFPA/mb)
Der deutsche Fondsverband BVI mit Sitz in Frankfurt am Main und Büros in Berlin und Brüssel ist Repräsentant der Investmentbranche in Deutschland. Die 116 Mitglieder des 1970 gegründeten Verbands verwalten rund 4,7 Milliarden Euro in Publikumsfonds, Spezialfonds und Vermögensverwaltungsmandaten.