Vollständige europäische Bankenunion würde Investitionen ankurbeln
Eine vollständige europäische Bankenunion könnte die Finanzierungskosten für Unternehmen im Euroraum deutlich senken und Investitionen ankurbeln, so eine aktuelle Analyse des Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
Insbesondere eine stärkere grenzüberschreitende Finanzintegration würde den Wettbewerb unter den Banken erhöhen und somit zu günstigeren Krediten führen. Berechnungen zeigen, dass bereits eine Zinssenkung um zehn Basispunkte die Investitionen in Deutschland um fünf Prozent steigern könnte.
Die noch unvollständige Bankenunion ist seit Jahren ein politisches Thema, wurde jedoch wieder in den Fokus gerückt durch den Übernahmeversuch der Commerzbank durch UniCredit. Experten fordern nun von der Bundesregierung, die Bankenunion zu finalisieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Finanzsystems zu stärken und langfristig das Wirtschaftswachstum zu fördern. (DFPA/abg)
Die vollständige Stellungnahme des DIW lesen Sie hier.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin) ist ein 1925 gegründetes Wirtschaftsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Die Kernaufgaben sind anwendungsorientierte Grundlagenforschung, wirtschaftspolitische Beratung und das Bereitstellen von Forschungsinfrastruktur.