Institutionelle Immobilienfonds: Wohnen statt Einzelhandel

Die Ratingagentur Scope hat im Zeitraum von Februar bis Mai 2020 das Angebot an Immobilienfonds, in die deutsche Institutionelle derzeit investieren können, erhoben und analysiert. Der Nutzungsarten-Fokus hat sich im Vergleich zur Vorgängerumfrage aus dem Jahr 2018 deutlich verschoben. Insgesamt 21 Asset Manager haben an der Umfrage teilgenommen und Auskunft über ihr aktuelles Angebot an indirekten Immobilienanlagen für deutsche Investoren gegeben.

Derzeit sind mindestens 52 alternative Investmentfonds investierbar. Das geplante Eigenkapitalvolumen (EK) der Fonds summiert sich auf mehr als 42 Milliarden Euro. Rund 40 Prozent der Fonds haben einen breiten Investitionsfokus auf Europa. Mehr als ein Drittel der Fonds konzentriert sich rein auf deutsche Immobilien. Mit deutlichem Abstand folgen Fonds mit einer globalen Strategie sowie dem Investmentziel USA.

Die Nutzungsart Büro weist mit 14 Fonds die größte Anzahl am Angebot auf. Es folgen Wohnimmobilien (zehn Fonds), Fonds mit mehreren Nutzungsarten (zehn), Mikro- und Studentenwohnungen (sechs), Hotel (vier) und Logistik (zwei).

Laut Scope gibt es aktuell keinen einzigen Fonds mit einem Fokus auf Einzelhandelsimmobilien. In der Vorgängerumfrage im Jahr 2018 zählte Einzelhandel mit 15 Fonds zur dritt-beliebtesten Nutzungsart. Dies zeige, dass sich die Perspektiven für Einzelhandelsimmobilien deutlich eingetrübt hat.

Von den 52 Fonds investieren 34 Fonds, die zusammen mehr als 80 Prozent des EK-Zielvolumens ausmachen, in die risikoarme Risikoklasse „Core“. Weitere zwölf Fonds setzen auf „Core+“-Strategien. Lediglich sechs Fonds werden in Objekte mit dem Risikoprofil beziehungsweise der Anlagestrategie „Value Add“ investieren.

Zur Renditeerwartung haben 49 der 52 Fonds Angaben gemacht. 34 dieser Fonds verwenden dazu die IRR-, 14 Fonds die BVI-Methode. Die durchschnittliche Renditeerwartung der Fonds nach IRR- beziehungsweise BVI-Methode liegt bei 6,8 Prozent beziehungsweise 4,1 Prozent per annum. Ein Fonds mit Fokus auf deutsche Wohnimmobilien stellt bei der Renditeerwartung auf das ausschüttungsfähige Ergebnis ab. (DFPA/JF1)

Quelle: Pressemitteilung Scope

Die Scope Analysis GmbH ist Teil der Scope Group, mit Sitz in Berlin. Die Scope Analysis GmbH ist spezialisiert auf die Analyse und Bewertung von Asset-Management-Gesellschaften, Zertifikateemittenten sowie Mutual Funds und alternativen Investmentfonds aus den Bereichen Immobilien, Schiff- und Luftfahrt, erneuerbare Energien und Infrastruktur.

www.scopeanalysis.com

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