Man of the Year 2025
Die EXXECNEWS-Redaktion zeichnet den Mann des Jahres aus. 2025 fällt die Entscheidung auf Dieter Lahner. In der Laudatio heißt es:
„Dieter Lahner, Motor und Ideengeber der WIDe-Immobiliengruppe, ist ein mutiger, kreativer, erfolgreicher Unternehmer. In diesem Jahr hat sich gezeigt, dass er Entscheidungen traf, die ihn zum Vorbild für andere Initiatoren beförderte.
Dieter Lahner hat unter höchst riskantem Einsatz eigener Mittel in Gefahr geratene Beteiligungsgesellschaften übernommen, die Wettbewerber aufgelegt hatten. Er hat Sanierungsmaßnahmen zum Wohle von Anlegern ergriffen und die Gesellschaften auf den Weg zurück zum Erfolg gebracht.
Solches Handeln sollte hervorgehoben werden. Dieses ist ein Grund, warum Dieter Lahner unser „Mann des Jahres 2025“ ist.
Es gibt weitere Gründe für diesen Award: Der eine ist die eher unauffällige Publizität, die Lahner verfolgt. Es gab keinen Trommelwirbel, mit dem Lahner diesen ungewöhnlichen Sanierungsvorgang öffentlich machte. Der Vorgang wurde ohne großes Aufheben publik - nachgewiesener Anlegerschutz verdient es aber, proaktiv kommuniziert zu werden.
Schließlich gab dieses Jahr noch einen Nachweis, wie erfolgreich Lahners WIDe-Immobiliengruppe unternehmerisch tätig ist: Eine von WIDe platzierte Anlegergesellschaft erzielte mit einem durchschnittlichen Ertrag auf das eingesetzte Kapital in Höhe von 15,9 Prozent jährlich einen Spitzenwert.
Dieter Lahner hat bewiesen, dass er ein vorbildlicher Unternehmer ist. Er hat sich um die Sachwertbranche verdient gemacht.“
„Wir wollen Berater, Anleger und unsere Branche nicht im Stich lassen"
Große Presse brauchte sie nicht: In aller von ihr betonten Bescheidenheit entwickelte sich die WIDe-Unternehmensgruppe aus dem oberfränkischen Ebermannstadt über die vergangenen 15 Jahre zum Schwergewicht der bundesdeutschen Emissionshäuser der Assetklasse Wohnimmobilien.
Geprägt wird das familiengeführte Unternehmen durch Dieter Lahner, der auf über 30 Jahre Berufserfahrung im Immobilienmarkt zurückblickt. Viele Jahre führte er als Vorstand und später als Vorstandsvorsitzender einen Immobilienkonzern und managte Objekteinkäufe im Gesamtwert von über einer Milliarde Euro.
Allein mit ihren derzeit in Verwaltung befindlichen drei regulierten alternativen Investmentfonds (AIF) für private Anleger platzierte WIDE über 120 Millionen Euro in den vergangenen Jahren; ihr aktueller Publikums-AIF („WIDE Fonds 10“) ist mit einem Volumen von 50 Millionen Euro am Markt. Die Prognosen ihrer bisherigen Publikums- und Spezial-Fonds konnte WIDe einhalten, teilweise sogar übererfüllen. Mit „WIDe Fonds 6“, einem Spezial-AIF, erzielte WIDe bei einem durchschnittlichen Ertrag auf das eingesetzte Kapital in Höhe von 15,9 Prozent jährlichen einen für geschlossene Immobilienfonds bemerkenswerten Spitzenwert.
Zwei Entscheidungen Ende des Jahres 2024 haben die WIDe-Unternehmensgruppe jetzt in den Mittelpunkt des Branchen-Interesses gerückt: Bei den Wohnimmobilien-Fonds der PI Pro-Investor-Gruppe stand nur noch ein Geschäftsführer zur Verfügung und ein geeigneter zweiter Geschäftsführer konnte nicht gefunden wurden. Nach langen und zum Teil unerfreulichen Auseinandersetzungen übernahm die WIDe-Gruppe im November 2024 deren Verwaltung. Im Dezember 2024 erwarb das WIDe-Management die Aktienmehrheit der Project Investment AG, deren Fonds die zum großen Teil in Insolvenz geratenen Project-Objektgesellschaften finanzierten.
Die im Raum stehenden hohen Verluste konnten nicht akzeptiert werden. Zwischenzeitlich hat WIDe einen Überblick über alle in den PI-Fonds befindlichen Objekte gewonnen und arbeitet einen Plan aus, wie die einzelnen Immobilien nach vorne gebracht werden können. Erste Schritte zur Gesundung der Fonds sind gemacht: So ist der „PI-Fonds 3“ unter anderem Eigentümer von zwei stark renovierungsbedürftigen, teils leerstehenden und teilweise unbewohnbaren Immobilien in Wilhelmshaven, deren Verkehrswertgutachten sich gerade auf rund 170.000 Euro beläuft. WIDe ist es gelungen, einen „Immobilientausch“ mit zwei vollvermieteten Wohnhäusern im guten Zustand ebenfalls in Wilhelmshaven zu vereinbaren. Dem Vertrag liegt ein Kaufpreis von 1,2 Millionen Euro zugrunde, wobei die zu verkaufenden Immobilien mit 1,0 Millionen Euro – also deutlich über den Verkehrswert – veranschlagt wurden. Die Differenz kommt aus WIDe-Mitteln.
Bei den in Insolvenz geratenen Project-Objektgesellschaften ist für WIDe nur begrenzter Einfluss auf Immobilienverkäufe möglich, da der Insolvenzverwalter den Verkauf der meisten Objekte eigenständig tätigt. Bei den verbliebenen, nicht insolventen Projekten konnte WIDe durch die Mitwirkung von Dieter Lahner erste Erfolge erzielen. Mit der Stellung von zwei Aufsichtsräten durch WIDe-Geschäftsführer wird die Arbeit des Project-Vorstands eng begleitet und beaufsichtigt. Derzeit sei die Restrukturierung der Investmentgruppe in Gange, damit die Verwaltung der Fonds stabil bleibt und keine weiteren Verluste zulasten der Anleger erfolgen.
„Wir wollten die Berater, die Fondsanleger und die gesamte geschlossene Fondsbranche nicht im Stich zu lassen. Schlechte Nachrichten sind bereits genug vorhanden“, sagt Dieter Lahner: Die Branche kämpfe nach wie vor mit den Auswirkungen von rasant gestiegenen Zinsen und hohen Kosten für Immobilien beziehungsweise Baumaterialien, aber auch der Zurückhaltung der Anleger und Immobilienkäufer, die ursächlich für die Insolvenzen der Project-Projektgesellschaften waren. (LJH)