Wie können naturbasierte Lösungen (Nature-based Solutions, NbS) wirksam zur Bewältigung der Klima- und Biodiversitätskrise beitragen, ohne dabei soziale und ökologische Risiken zu vernachlässigen? Dieser Frage widmet sich ein Fachworkshop am 23. September 2025 in Berlin.
Unter dem Titel „Chancen und Grenzen von Nature-based Solutions“ lädt das Fair Finance Institute (FaFin) Fachleute aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Finanz- und Realwirtschaft in das frizzforum in der Friedrichstraße ein.
Naturbasierte Lösungen gelten als vielversprechendes Instrument, um gleichzeitig Klimaschutz, Artenvielfalt und soziale Entwicklung zu fördern – etwa durch nachhaltige Waldwirtschaft, den Schutz von Mangroven oder grüne Infrastruktur in Städten. Doch der Ansatz ist nicht unumstritten. Kritiker warnen vor überzogenen Erwartungen, möglichen Verdrängungseffekten im Globalen Süden und der Gefahr, dass solche Projekte als Kompensation statt als strukturelle Lösung genutzt werden.
Ziel des Workshops ist es, eine differenzierte Debatte über die Potenziale und Grenzen von NbS zu führen. Diskutiert werden auch konkrete Umsetzungs- und Finanzierungsansätze für hochwertige Projekte. Der Workshop ist Teil eines von Engagement Global und der GLS Bank Stiftung geförderten Projekts. Eine Folgeveranstaltung zum Thema Biodiversity Credits ist für den 21. Oktober 2025 geplant.
Das Programm steht hier zum Download bereit. Interessierte können sich per E-Mail an biodiversitaet@fair-finance-institute.de anmelden. Das vollständige Programm steht online zur Verfügung. (DFPA/abg)
Das Heidelberger Fair Finance Institute (FaFin) ist ein gemeinnütziger Think-and-Do-Tank. Es setzt wissenschaftliche Projekte und Forschungsvorhaben für die sozial-ökologische Transformation des Geld- und Finanzsystems in möglichst trans- und interdisziplinärer Arbeitsweise um. Darüber hinaus bietet es Informationen und Weiterbildungen an, erstellt Publikationen und richtet eigene Veranstaltungen aus.