Assekurata: Solvenzquoten der Lebensversicherer sind zurückgegangen

Die Versicherer haben turnusmäßig ihre Berichte zur Solvabilität und Finanzlage (SFCR) unter Solvency II veröffentlicht. Anders als im Vorjahr hat die Aufsichtsbehörde den Gesellschaften diesmal keine pauschale Fristverlängerung aufgrund der Corona-Krise eingeräumt, so dass bereits stichhaltige Aussagen für den Lebensversicherungsmarkt möglich sind. Das meldet Assekurata. Die Solvenzquoten leiden laut der Ratingagentur unter den extremen Niedrigzinsbedingungen am Kapitalmarkt, fallen aber im Schnitt weiterhin recht hoch aus. Unternehmensindividuell seien deutliche Unterschiede zu verzeichnen.

Die Solvenzquote (SCR-Quote) gibt an, ob ein Versicherer auch in modellhaften Extremszenarien genügend Eigenmittel hat, um seinen Verpflichtungen gegenüber Versicherten und anderen Leistungsempfängern nachzukommen. Nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben sollte die Quote stets bei mindestens 100 Prozent liegen. Eine Gesellschaft hat dann ausreichend Eigenmittel, um auch unter widrigen Entwicklungen alle Verpflichtungen in den unter Solvency II definierten Rahmenbedingungen zu erfüllen.

Die Corona-Pandemie habe im vergangenen Jahr deutliche Spuren am Kapitalmarkt hinterlassen. Während die internationalen Aktienmärkte die massiven Verluste im Jahresverlauf wieder aufholen konnten, war das Zinsniveau zum Jahresende 2020 niedriger denn je. So rentierte der zehnjährige Bund zum 31. Dezember 2020 mit minus 0,58 Prozent noch stärker negativ als zum Bilanzstichtag 2019 (minus 0,19 Prozent). Niedrige Zinskurven wirkten sich auch auf die Solvenzquoten in der Lebensversicherung aus, die einen weiteren Rückgang verzeichnen. So lag die aufsichtliche Solvenzquote zum 31. Dezember 2020 im arithmetischen Marktdurchschnitt bei rund 385 Prozent. Im Vorjahr hatte die Quote bei den bislang für das Geschäftsjahr 2020 erfassten Versicherer durchschnittlich bei 426 Prozent gelegen.

Die Spannweite zwischen den einzelnen Anbietern sei noch immer beachtlich. So verteilen sich die SCR-Quoten im regulatorischen Nachweis von rund 150 Prozent bis über 800 Prozent. Den Spitzenwert erzielt bislang die Europa Leben mit 808 Prozent, gefolgt von der Dialog Leben (771 Prozent), Victoria Leben (728 Prozent), LV 1871 (712 Prozent) und der LVM Leben (702 Prozent). Positiv falle auf, dass sich 21 Unternehmen dem Markttrend widersetzen und ihre Quote im Vergleich zum Vorjahr steigern konnten.

Ein ähnlicher Trend sei für die Solvenzquote ohne Übergangsmaßnahmen sowie die Basis-Solvenzquote (ohne Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassung) festzustellen. Auch dort gehen die Werte mehrheitlich, aber nicht bei allen Anbietern zurück. Im Übrigen fallen die Solvenzquoten ohne die Übergangsmaßnahmen laut Assekurata noch immer deutlich geringer aus und liegen bei durchschnittlich 236 Prozent (mit Volatilitätsanpassung) beziehungsweise 210 Prozent (ohne Volatilitätsanpassung). Letztendlich schaffen es 17 Gesellschaften mit ihrer Basis-Solvenzquote und 15 mit Berücksichtigung der Volatilitätsanpassung derzeit nicht über die Marke von 100 Prozent. (DFPA/mb1)

Quelle: Pressemitteilung Assekurata

Die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH ist eine Ratingagentur, die sich auf die Qualitätsbeurteilung von Versicherungsunternehmen aus Kundensicht spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde 1996 gegründet und hat seinen Sitz in Köln.

www.assekurata.de

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