Deckung von Pensionsverpflichtungen: Trend zur externen Finanzierung hält an

Die zielgerichtete Kapitaldeckung von Pensionsverpflichtungen - das sogenannte Funding - ist für immer mehr Unternehmen von hohem Interesse. Eine aktuelle Studie des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon Hewitt beleuchtet die Hintergründe dazu. Sie zeigt, welche Ziele die Unternehmen mit dem Funding verfolgen und welche Ausgestaltungen favorisiert werden. Nur knapp über zehn Prozent der befragten Teilnehmer schließt eine gesonderte Finanzierung mit separierten Vermögensmitteln längerfristig aus.

Nach wie vor dominiert die Direktzusage als wichtigster Durchführungsweg die betriebliche Altersversorgung in Deutschland: Knapp 50 Prozent der Deckungsmittel (in 2017: 303,1 Milliarden Euro) für die bAV entfallen auf die rückstellungsfinanzierte Pensionszusage. Und der Trend zur vollständigen oder teilweisen (externen) Kapitaldeckung solcher Pensionsverpflichtungen hält unverändert an: Die Studie zeigt klar, dass die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen (86 Prozent) bereits eine Funding-Strategie umsetzt oder deren Umsetzung plant. Für mehr als zwei Drittel der Unternehmen, die eine Funding-Strategie verfolgen, haben sich die damit verbundenen Ziele voll erfüllt.

Von den Unternehmen, die eine Funding-Strategie planen, sind CTA (Contractual Trust Arrangement, 34 Prozent) und Pensionsfonds (25 Prozent) die favorisierten Gestaltungsformen zur Umsetzung der Kapitaldeckung. „Es sind nicht nur Großunternehmen, die diese Präferenzen setzen“, konstatiert Fred Marchlewski, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO der Aon Hewitt. „Auch kleinere und mittlere Unternehmen bevorzugen das Funding. Die wichtigsten Motive für sie alle sind, die Bilanz zu verkürzen und Risiken auszulagern.“ An dritter Stelle steht das Ziel, Liquiditätsrisiken zu vermindern.

Die Studie spiegelt eine aktuelle Momentaufnahme wider. Auch wenn die Aussagen nicht repräsentativ sind, zeigen sie Trends in der bAV: zum einen das weiterhin große Interesse an Kapitaldeckung beziehungsweise Gestaltungsformen wie CTA und Pensionsfonds-Lösungen, zum anderen die interessante Tatsache, dass diese längst nicht mehr nur für Großunternehmen in Frage kommen. Befragt wurden 89 Unternehmen im Frühsommer 2019 aus einem breiten Branchenspektrum, darunter Chemie, Energie, Fahrzeuge, Maschinenbau, Pharma. (DFPA/TH1)

Quelle: Pressemitteilung Aon Hewitt

Aon ist ein Dienstleister für Risikomanagement sowie Versicherungs- und Rückversicherungsmakler und Berater für Human Resources. Weltweit arbeiten für Aon mehr als 50.000 Mitarbeiter in 120 Ländern. In Deutschland sind rund 1.650 Mitarbeiter an zwölf Standorten für das Unternehmen tätig.

www.aon.com

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