Die Risikolebensversicherung (RLV) ist das klassische Instrument, um Hinterbliebene abzusichern. Umso mehr kommt es darauf an, dass die Bedingungen im Leistungsfall tatsächlich greifen. Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat das RLV-Rating aktualisiert und dabei Gewichtungen sowie die Bewertungssystematik einzelner Kriterien einem Marktcheck unterzogen. Das Ergebnis: Ein großer Teil der Tarife ist gut – die Spitze aber bleibt exklusiv. Von 248 untersuchten Tarifkombinationen von 55 Versicherern erreichen rund 18,5 Prozent die Höchstnote „FFF+“.
Laut „Map-Report 941“ wurden 2024 rund 722.720 neue RLV-Verträge abgeschlossen – ein Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (774.383 Verträge). Treiber ist die schwächere Nachfrage nach Baufinanzierungen, die das RLV-Neugeschäft traditionell antreibt. Im Bestand zählt der Markt dennoch 9,73 Millionen Verträge; die durchschnittliche Versicherungssumme ist auf 94.159 Euro gestiegen (plus 3,1 Prozent).
Im Rahmen der Überarbeitung hat Franke und Bornberg an mehreren Stellschrauben gedreht. Inhaltlich überarbeitet wurde das Kriterium zum Verzicht auf Leistungsausschlüsse bei Terrorakten sowie ABC-Waffen und ABC-Stoffen. Die bisherige Bewertungssystematik spiegelte laut Ratingagentur die veränderte Risikolage und aktuelle Marktentwicklungen nicht mehr angemessen wider. Darüber hinaus wurden die Gewichtungen verschiedener Kriterien neu kalibriert.
Franke und Bornberg hat 248 Tarifkombinationen von 55 Versicherern anhand von 36 Kriterien untersucht. 15 Versicherer erhalten die Höchstnote „FFF+“. Mehr als ein Drittel aller untersuchten Tarifkombinationen erreichen mindestens die Note „FFF“ – ein Zeichen für das hohe Qualitätsniveau in der Breite des Marktes.
Die Qualität in der Risikolebensversicherung sei hoch – aber nicht selbstverständlich. Das Rating zeige, dass die Mehrheit der Anbieter solide Arbeit leiste. (DFPA/mb)
Die Franke und Bornberg GmbH in Hannover analysiert und bewertet seit 1994 Versicherungsprodukte und -unternehmen.