Versicherer 2025 mit gestärkter Solvenz
Die deutschen Versicherer sind auch im Jahr 2025 solide kapitalisiert und verfügen weiterhin über deutliche Sicherheitspuffer oberhalb der regulatorischen Anforderungen. Sowohl Lebensversicherer als auch Schaden- und Unfallversicherer weisen im aktuellen Marktumfeld komfortable Solvenzquoten aus. Das meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Bei den deutschen Lebensversicherern lag die durchschnittliche Solvenzquote (SCR-Bedeckungsquote) zum Jahresende 2025 bei 374 Prozent. Im Vorjahr hatte sie noch 295 Prozent betragen. Damit hat sich die Kapitalausstattung der Branche innerhalb eines Jahres nochmals deutlich verbessert. Die ausgewerteten Daten decken den deutschen Lebensversicherungsmarkt vollständig ab.
Ausschlaggebend für den Anstieg auf dieses hohe Niveau sei insbesondere die günstige Entwicklung der Zinsen. Insbesondere ein Anstieg langfristiger Zinsen wirkt sich positiv aus. Die Lebensversicherer profitierten zudem von ihrer langfristig ausgerichteten Kapitalanlagepolitik und einer konsequenten Risikosteuerung.
Auch die Schaden- und Unfallversicherer zeigten sich weiterhin robust. Die durchschnittliche SCR-Bedeckungsquote lag Ende 2025 bei 272 Prozent und damit leicht über dem Vorjahreswert von 261 Prozent. Die Ergebnisse basieren auf einer Marktabdeckung von rund 92 Prozent.
Damit bleibt die Solvenzsituation in diesem Segment auf hohem Niveau stabil. Trotz anhaltender Herausforderungen durch steigende Schadenskosten und geopolitische Unsicherheiten verfügen die Unternehmen weiterhin laut GDV über erhebliche Kapitalpuffer. (DFPA/mb)
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland.