Der deutsche Versicherungsmarkt spaltet sich zunehmend: Marken mit klarer Positionierung gewinnen, während zahlreiche Anbieter ohne deutlich erkennbares Profil an Boden verlieren. Dies zeigt der «Markenmonitor Assekuranz 2026» des Instituts „Heute und Morgen“.
Laut der bevölkerungsrepräsentativen Onlinebefragung von 3.650 Versicherungsentscheidern dominieren Versicherer mit eindeutiger Rolle den Markt. Mittelgroße Anbieter wie AXA, Generali oder Württembergische wirken dagegen oft austauschbar, was ihre Wahrnehmung und Relevanz im Entscheidungsprozess der Kunden einschränkt. Preiswahrnehmung resultiert weniger aus Tarifvergleichen als aus dem Markenimage: Große, bekannte Häuser erscheinen teurer, Direktversicherer wie HUK24 oder CosmosDirekt gelten als günstig.
Die Studie weist zudem auf die wachsende Rolle von Künstlicher Intelligenz hin: KI-gestützte Empfehlungen könnten die Polarisierung zwischen klaren Marktführern und unklar positionierten Marken weiter verstärken. Robert Quinke, Geschäftsführer bei “Heute und Morgen”, fasst zusammen: „Nicht die Breite des Angebots entscheidet, sondern die Klarheit der Positionierung – perspektivisch auch in datengetriebenen Empfehlungssystemen.“
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Versicherer ohne prägnantes Profil künftig schwerer punkten dürften, während klar profilierte Marken ihre Marktstellung ausbauen können.(DFPA/abg)
Weitere Informationen zu den Studieninhalten und Bezugsmöglichkeiten des „Markenmonitor Assekuranz“ finden Sie hier.
Die Heute und Morgen GmbH ist ein Marktforschungs- und Beratungsinstitut mit Sitz in Köln.