BVI: Einfache Grundregeln für die Geldanlage

Die meisten Deutschen vermeiden es, sich mit Finanzfragen zu beschäftigen. Umfragen zufolge gehen sie lieber zum Zahnarzt als zum Bank- oder Finanzberater. Aber auch digitale Angebote rufen wenig Interesse hervor. Schon länger gibt es so gut wie keine Zinsen auf Sparbüchern oder für Anleihen. Parallel lag die Inflation im Juni bei 0,9 Prozent. Damit verlieren die Ersparnisse auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten stetig an Wert. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) organisierten Fondsgesellschaften hin.

Diese drei Grundregeln sollten Sparer bei der Geldanlage beachten: In einem ersten Schritt sollten sich die Anleger zunächst über ihr Sparziel, die geplante Anlagedauer und ihre persönliche Risikoakzeptanz klar werden, bevor sie sich für eine Anlage entscheiden. Die Geldanlagen müssten zu den individuellen Zielen passen. Denn die verschiedenen Sparmöglichkeiten unterschieden sich hinsichtlich Sicherheit, Liquidität und Rendite. Höhere Renditen seien nur realistisch, wenn Sparer einen längeren Zeithorizont und zwischenzeitliche Wertschwankungen akzeptieren. Wer beispielsweise langfristig denkt und Wertschwankungen verkraftet, könne in Aktienfonds investieren. Sparer, die dagegen risikoscheuer sind, benötigten wertstabilere Anlagen. Der Sparer könne zusammen mit einem Anlageberater entsprechend seiner Risikobereitschaft eine für ihn geeignete Quote von Anlagen festlegen.

Die zweite Regel betrifft die Anlagedauer. Wer früh anfängt zu sparen, könne mithilfe des Zinseszinseffektes einen soliden Kapitalstock aufbauen. Ein Beispiel: Aus 10.000 Euro werden bei laut BVI jährlich durchschnittlich fünf Prozent Rendite nach 20 Jahren mehr als 26.000 Euro und nach 40 Jahren bereits rund 70.000 Euro. Es werden also Erträge angesammelt, die sich immer und immer wieder verzinsen. Neben dem Zeitfaktor sei auch die Höhe der Rendite für den Anlageerfolg entscheidend. Kleine Unterschiede wirkten auch hier über längere Laufzeiten enorm. Daher sei es besonders für jüngere Sparer sinnvoll, in riskantere und damit höher rentierliche Anlagen wie Aktienfonds zu investieren. Jüngere Sparer hätten mehr Zeit, das Geld am Kapitalmarkt für sich arbeiten zu lassen.

Die dritte Regel, die Anleger stets beachten sollten, ist: „Lege nicht alle Eier in einen Korb.“ Wirtschaftsnobelpreisträger Harry M. Markowitz plädierte mit dieser Regel auf eine breite Verteilung des Vermögens auf mehrere Anlageklassen oder Wertpapiere. Dabei habe sich in einem ersten Schritt die Faustformel ein Drittel Aktien, ein Drittel Anleihen und ein Drittel Immobilien bewährt. Welche Mischung es genau wird, hänge natürlich von den persönlichen Zielen und der eigenen Lebenssituation ab. Um seine Ersparnisse wirkungsvoll zu schützen, sollten Sparer außerdem nicht nur auf eine Region, zum Beispiel Deutschland, setzen, sondern ihr Geld idealerweise weltweit über verschiedene Anlageklassen investieren. (DFPA/mb1)

Quelle: Pressemitteilung BVI

Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main ist Repräsentant der Investmentbranche in Deutschland. Die 98 Mitglieder des 1970 gegründeten Verbands verwalten über drei Billionen Euro in Publikumsfonds, Spezialfonds und Vermögensverwaltungsmandaten.

www.bvi.de

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