Empirica Blasenindex: Das Erwachen des Verschuldungs-Indikators

Die Beratungsgesellschaft Empirica hat den „Empirica Blasenindex II/2020“ veröffentlicht. Im Ergebnis indiziert Index für 306 Kreise eine mäßige bis hohe Blasengefahr (Vorquartal 301, vor drei Jahren 200). Bemerkenswert: Erstmals seit über 20 Jahren rückt der Teilindex „Verschuldungs-Indikator“ ins Zentrum der Aufmerksamkeit: relativ zum BIP erreicht der Schuldenstand ein Zehnjahreshoch.

Bundesweit steigt im zweiten Quartal 2020 vor allem der Teilindex Wohnungsbaukredite (plus neun Punkte), etwas auch der Vervielfältiger (plus drei Punkte), dagegen stagnieren die Indices für Preis-Einkommen und Fertigstellungen. Der Gesamtindex (plus drei Punkte) steigt in Schrumpfungs- wie in Wachstumsregionen (plus drei Punkte).

Das Rückschlagpotential beschreibt die relative Preiskluft zwischen Kaufpreisen für Eigentumswohnungen und Mieten. Bundesweit liegt es bei 23 Prozent (vor drei Jahren 12 Prozent), in den Top 7- Städten bei 42 Prozent (28 Prozent). Begünstigt wird ein Einbruch durch Hemmnisse des Mietanstiegs: Arbeitslosigkeit, weniger Zuwanderung in die Schwarmstädte oder Markteingriffe (Vermögensabgabe, Mietendeckel, Mietpreisstopp und anderes). Unwahrscheinlicher würde ein Einbruch durch sinkende Zinsen, so die Experten von Empirica.

Gegenüber dem Vorquartal bleibt die Blasengefahr für Großstädte unverändert. Damit wird weiterhin für zehn von zwölf Großstädten eine „eher hohe“ Blasengefahr indiziert (Vorquartal zehn, vor drei Jahren neun). In Leipzig und Dortmund ist die Gefahr nur „mäßig hoch“.

Mieten und Kaufpreise wachsen in 272 von 401 Landkreisen/kreisfreien Städten nicht mehr im Gleichklang (Vorquartal 260, vor drei Jahren 185). In 323 Kreisen sind die Kaufpreise den Einkommen enteilt (Vorquartal 316, vor drei Jahren 212). In 37 Kreisen werden zu viele Wohnungen gebaut (Vorquartal 37, vor drei Jahren sieben). (DFPA/AZ)

Quelle: Pressemitteilung Empirica

Die Empirica AG ist ein wirtschafts- und sozialwissenschaftliches Beratungsunternehmen mit Sitz in Berlin. Das 1990 gegründete Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 30 Mitarbeiter an drei Standorten.

www.empirica-institut.de

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