Europäische Büromärkte leiden unter dem wirtschaftlichen Double Dip

Die Reaktionen auf die Covid-19-Pandemie durch die nationalen Gesundheitsschutzmaßen bestimmte auch in den vergangenen drei Monaten 2020 die Wirtschaftsleistung und die Performance der Immobilienmärkte. Angesichts einer beschleunigten zweiten Epidemie-Welle verhängten viele Länder in Europa zwischen Oktober und Dezember weitere Beschränkungen beziehungsweise Lockdowns für ihre Unternehmen und Bürger. In der Folge wurden die Prognosen für das BIP-Wachstum im letzten Quartal revidiert, so dass - nach einer kurzfristigen Erholung im Sommer - eine erneute Rezession (Double-Dip) verzeichnet werden musste. Das meldet der Immobiliendienstleister JLL.

Die meisten auf der europäischen JLL-Immobilienuhr genannten 35 Märkte bewegen sich im letzten Quartal des Jahres 2020 im gleichen Quadranten wie drei Monate zuvor: im verlangsamten Mietpreiswachstum oder am Anfang des beschleunigten Mietpreisrückgangs.

Der gewichtete europäische Büro-Mietpreisindex von JLL legte im vierten Quartal 2020 (gegenüber dem dritten Quartal) um 0,5 Prozent zu. Das Angebot an Flächen bei erstklassigen Objekten in 1A-Lagen blieb in den meisten Städten knapp und war Grundlage für die relativ widerstandsfähige Performance während dieser Pandemie. Mit einem leichten Plus von einem Prozent bewegte sich der jährliche Mietpreisanstieg 2020 in Europa aber unter dem Fünf- beziehungsweise Zehnjahresschnitt (plus 3,6 Prozent beziehungsweise plus 2,6 Prozent). Es ist das niedrigste prozentuale Wachstum seit 2010. Mietzuwächse wurden gegenüber dem Vorquartal in vier der 24 Index-Städten verzeichnet, darunter zwei deutsche Immobilienhochburgen: Hamburg und Berlin.

Sinkende Spitzenmieten mussten im vierten Quartal für fünf Index-Städte notiert werden, der stärkste in Lyon (4,5 Prozent gegenüber dem dritten Quartal auf 320 Euro je Quadratmeter jährlich), gefolgt von London West End (minus 2,1 Prozent auf 1.383 Euro je Quadratmeter im Jahr) und Stockholm (minus 2,0 Prozent auf 746 Euro je Quadratmeter im Jahr).

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hätten die vergangenen drei Monate immerhin gehalten, was in der Regel ein viertes Quartal im Laufe eines Jahres ausmacht: das höchste vierteljährliche Umsatzniveau. Gegenüber dem dritten Quartal lag das Volumen um 41 Prozent höher. Fakt sei aber auch: die vermieteten 2,4 Millionen Quadratmeter bewegten sich deutlich unter dem Abschlussquartal des Vorjahres (minus 35 Prozent) und gehen in die Statistik als schwächstes viertes Quartal seit 2002 ein. Insgesamt summierte sich das Umsatzvolumen 2020 auf 8,2 Millionen Quadratmeter, entsprechend einem Minus im Jahresvergleich von 41 Prozent, sowohl der Fünf- als auch der Zehnjahresschnitt sind deutlich unterschritten (minus 37 Prozent beziehungsweise minus 31 Prozent).

Auch für die deutschen Büromärkte ist für das Gesamtjahr 2020 eine deutliche Nachfrageschwäche zu konstatieren, wobei das vierte Quartal gegenüber den Monaten Juli bis Ende September noch einmal deutlich zulegte, vor allem in Berlin, Hamburg und Frankfurt. Unter dem Strich beläuft sich der Rückgang des Büroflächenumsatzes in den Big 7 2020 auf über 33 Prozent, das Gesamtvolumen schließt mit 2,67 Millionen Quadratmetern. (DFPA/mb1)

Quelle: Pressemitteilung JLL

Jones Lang Lasalle Incorporated ist ein international tätiges Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobiliensektor mit Sitz in Chicago. Das Unternehmen bietet unter der Marke JLL in mehr als 80 Ländern Dienstleistungen für Eigentümer, Nutzer und Investoren an.

www.jll.de

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