Frühjahrsgutachten 2020: In Hamburg werden Büroflächen knapp

Mit einer Leerstandsquote von nur noch 2,9 Prozent ist das Büroflächenangebot in Hamburg unterhalb einer gesunden Angebotsreserve gesunken. Im Jahr 2018 lag dieser Wert noch bei 3,6 Prozent. Von den anderen A-Städten in Deutschland weisen einzig noch Frankfurt mit 6,5 Prozent und Düsseldorf mit 6,0 Prozent überdurchschnittliche Leerstände auf. Im Durchschnitt liegt die Leerstandsquote in den Büromärkten der A-Standorte bei 2,8 Prozent, weswegen vielerorts von nahezu einer Vollvermietung gesprochen wird. Dies sind Ergebnisse aus dem Frühjahrsgutachten 2020 des Rates der Immobilienweisen, das vom Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA herausgegeben wird.

„Unsere Städte und Gemeinden sind auf Büroflächen angewiesen“, sagt Sabine Barthauer, Sprecherin der ZIA-Region Nord. „Sie bilden das wirtschaftliche Fundament, sorgen für Zuzug und die Niederlassung beziehungsweise Erweiterung von Unternehmen. Sie gewährleisten die Funktionsfähigkeit des Immobilienmarktes, integrieren digitale und innovative Lösungen in ihre Flächen und setzen somit auch Impulse für andere Nutzungsarten. Deshalb brauchen wir eine ganzheitliche Perspektive auf die Stadtentwicklung. Wohnen funktioniert nicht ohne Wirtschaftsimmobilien.“

Die Spitzenmiete für Büroflächen ist in Hamburg indes weiter angestiegen (plus 5,5 Prozent) und liegt nun bei 29,00 Euro pro Quadratmeter Mietfläche für gewerblichen Raum (MFG). Die höchste Spitzenmiete muss weiterhin in Frankfurt am Main gezahlt werden. Mit 41,00 Euro pro Quadratmeter MFG (plus 3,8 Prozent zum Vorjahr) ist die Mainmetropole der einzige Standort, der die 40-Euro-Marke durchbricht. München belegt mit 39,50 Euro pro Quadratmeter MFG (plus 3,5 Prozent) den zweiten Rang, gefolgt von Berlin mit 39,00 Euro pro Quadratmeter MFG (plus 16,4 Prozent). Hinter Hamburg reihen sich Düsseldorf mit 26,00 Euro pro Quadratmeter MFG (plus 2,0 Prozent), Köln mit 23,50 Euro pro Quadratmeter MFG (plus 6,8 Prozent) und Stuttgart mit 23,00 Euro pro Quadratmeter MFG (plus 4,5 Prozent) ein. (DFPA/JF1)

Quelle: Pressemitteilung ZIA

Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) mit Sitz in Berlin ist eine Interessenvertretung der deutschen Immobilienwirtschaft. Er hat die Verbesserung des wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und politischen Umfelds der Immobilienbranche zum Ziel. Als Unternehmer- und Verbändeverband sind im Jahr 2006 gegründeten ZIA mehr als 28 Mitgliedsverbände zusammengeschlossen, die für rund 37.000 Unternehmen der Branche sprechen.

www.zia-deutschland.de

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