Fünfter FAP-Mezzanine-Report veröffentlicht

Der FAP-Mezzanine-Report 2019 zeigt einen agilen, flexiblen und stabilen Markt für nachrangige Finanzierungen. Die in fünfter Auflage erschienene Branchenanalyse der FAP Group, ein Beratungsunternehmen für die Beschaffung und Strukturierung von Kapital für Immobilieninvestments und Projektentwicklungen in Deutschland, verzeichnet für die vergangenen zwölf Monate eine Stabilisierung an bereitgestelltem Nachrangkapital auf hohem Niveau, ein wachsendes internationales Interesse am deutschen Immobilienmarkt und wachsenden Druck auf die Margen.

Insgesamt 53 der derzeit 146 Kapitalgeber in diesem Bereich haben sich in diesem Jahr am FAP-Mezzanine-Report beteiligt. Allein diese haben in den vergangenen zwölf Monaten 5,8 Milliarden Euro an Mezzanine-Kapital bereitgestellt, mit dem ein Projektvolumen von 38 Milliarden Euro realisiert worden ist. Sie erwarten für das kommende Jahr eine Erhöhung des durch sie bereitgestellten Volumens auf 7,7 Milliarden Euro.

Curth-C. Flatow, Gründer und Managing Director der FAP Group: „Der Markt für Nachrangfinanzierungen ist agil und dynamisch! Wir beobachten eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Während die von uns prognostizierten Wachstumsraten fast erreicht wurden, ist das durchschnittliche Volumen gestiegen. Unternehmen, insbesondere aus dem angelsächsischen Raum, die sich vom deutschen Mezzanine-Markt verabschiedet haben, sind durch andere internationale Investoren sowie Fonds ersetzt worden. Das internationale Interesse am deutschen Immobilienmarkt wächst, explizit auch für das Debt Segment. Die wachsende Anzahl der Marktteilnehmer führt derzeit zu einem verstärkten Druck auf die Margen. Die Zins-/ Renditeerwartungen wurden und werden folglich oft enttäuscht.“

Die Befragungsergebnisse und die begleitenden Investoreninterviews zeigen: Die Investoren sind positiv gestimmt, doch die Euphorie der vergangenen Jahre hat sich abgekühlt. Insgesamt werden Finanzierer aufgrund der Bewertung des Marktzyklus´, des Margendrucks, der Preisentwicklung bei Grundstücken und Baukosten zurückhaltender. Für Investoren wird es immer schwieriger, geeignete Deals zu finden, sie mit einem angemessenen Risk-/Renditeverhältnis zu bepreisen und diese innerhalb des vorgegebenen Budgets umzusetzen. Die Anzahl der Deals ist geringer, das Volumen aber tendenziell höher.

Die Verzinsungen für nachrangige Darlehen stehen zunehmend unter Druck. Die Verzinsungsspannbreiten weiten sich aus. Die erreichten Zinssätze liegen in 2019 zwischen fünf und 14 Prozent per annum (Vorjahr: sieben bis zehn Prozent) für Bestandsfinanzierungen sowie zwischen zehn und 15 Prozent (Vorjahr: acht bis 15 Prozent) für Projektentwicklungen.

Zwar sei damit das durchschnittliche Verzinsungsniveau des Vorjahres noch erreicht worden, der Druck auf die Margen sei jedoch gerade in jüngster Vergangenheit insbesondere am unteren Ende spürbar größer geworden. Insbesondere bei Premium- Objekten oder Entwicklungen sei der deutlichste Margendruck zu spüren. (DFPA/TH1)

Quelle: Pressemitteilung FAP Group

Die FAP Group GmbH ist ein Beratungsunternehmen für die Beschaffung und Strukturierung von Kapital für Immobilieninvestments und Projektentwicklungen in Deutschland. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin wurde 2005 gegründet und hat seither Kapital in einem Volumen von über 14 Milliarden Euro beraten und strukturiert.

www.fap-group.de

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