Globaler Hotelinvestmentmarkt mit verhaltenem ersten Halbjahr

Mit insgesamt 24,6 Milliarden US-Dollar blieb der globale Hotelinvestmentmarkt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 18 Prozent hinter dem Transaktionsvolumen des ersten Halbjahres 2018 (30,3 Milliarden Euro) zurück. Während die Regionen EMEA (Europe, Middle East, Africa) mit 9,3 Milliarden US-Dollar (minus zwei Prozent) und Asien Pazifik mit 4,5 Milliarden US-Dollar (minus drei Prozent) lediglich geringfügige Rückgänge im ersten Halbjahr zu verzeichnen hatten, fiel das Minus in der Region Amerika mit 31 Prozent auf 11,0 Milliarden US-Dollar deutlich aus. Dies sind die Ergebnisse einer Marktanalyse durch den Immobiliendienstleister JLL.

„Trotz des rückläufigen Transaktionsvolumens sind Hotelinvestments weiter attraktiv. Der Anlagedruck bleibt hoch, das Interesse ist aufgrund höherer Erträge und Renditepotentiale im Vergleich etwa mit der Assetklasse Büro ungebrochen“, so Stefan Giesemann, Executive Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group. Und weiter: „Sicherlich darf die gedämpfte konjunkturelle Entwicklung nicht außer Acht gelassen werden. Wir gehen aber davon aus, dass Investoren bei Assets und Märkten weiterhin stärker auf sichere Anlagen wie Immobilien setzen werden. Für den Hotelbereich ist bereits ein vermehrtes Interesse hotelfremder Käufer und Finanzierer erkennbar.“

Rund 1,8 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich durch Anleger aus Nordamerika und dem Nahen Osten, gingen in Europa auf das Konto von grenzüberschreitendem Kapital. Damit vereinte Europa das höchste grenzüberscheitende Volumen einer Region auf sich. Zusammengenommen wurden 61 Prozent allein in Großbritannien, Deutschland und Italien angelegt.

Auf dem mit Abstand größten Markt der Region Amerika, den USA (10,6 Milliarden US-Dollar, minus 28 Prozent), ist der Rückgang vor allem auf den Mangel von Portfolio-Transaktionen zurückzuführen, das Volumen bei Einzeltransaktionen blieb stabil. „Für den weiteren Jahresverlauf gehen wir für die USA von steigenden Aktivitäten und einigen hochkarätigen Transaktionen aus“, so Giesemann.

Im asiatisch-pazifischen Raum vereinten Japan mit rund 1,4 Milliarden US-Dollar und China mit rund einem Viertel des Transaktionsvolumens das meiste Kapital auf sich. Auf dem japanischen Markt haben kommende Großereignisse wie die Rugby-Weltmeisterschaft 2019, die Olympischen Spiele 2020 und die Expo 2025 die Nachfrage angekurbelt, so JLL. (DFPA/JF1)

Quelle: Pressemitteilung JLL

Jones Lang Lasalle Incorporated ist ein international tätiges Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobiliensektor mit Sitz in Chicago. Das Unternehmen bietet unter der Marke JLL in mehr als 80 Ländern Dienstleistungen für Eigentümer, Nutzer und Investoren an.

www.jll.de

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