Immobilienklima Ost- und West-Berlin

Im Gegensatz zu anderen europäischen Hauptstädten ist und bleibt Berlin eine Mieterstadt. Nur 17,4 Prozent der Berliner leben im Eigentum, wobei der Anteil der Immobilienbesitzer im Westen höher ist als im Osten. Im alten West-Berlin wohnen 18,2 Prozent, in Ost-Berlin dagegen nur 14 Prozent in der eigenen Immobilie. Damit lebt nur jeder siebte Hauptstädter im Osten im eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung, im Westen Berlins beinahe jeder Fünfte. Das geht aus einer aktuellen Studie des Immobiliendienstleisters McMakler hervor.

Laut der McMakler-Studie holt Ost-Berlin preislich deutlich auf. Mit durchschnittlich 4.975 Euro pro Quadratmeter liegt West-Berlin nur noch knapp vor den im Osten der Hauptstadt liegenden Bezirken mit durchschnittlich 4.506 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigen zudem die Immobilienpreise im Osten Berlins mit 4,0 Prozent stärker als im Westen Berlins mit 3,9 Prozent. Ein Blick auf die durchschnittliche Vermarktungsdauer beider Stadthälften zeigt allerdings, dass Immobilien in West-Berlin mit durchschnittlich drei Monaten schneller als in Ost-Berlin mit fünf Monaten verkauft werden.

„Nach 30 Jahren Wiedervereinigung erreichen die Immobilienpreise in den östlichen Bezirken Berlins langsam das Niveau der West-Bezirke. Es ist altbekannt, dass die Quadratmeterpreise in Mitte, Prenzlauer Berg und Friedrichshain seit Jahren keine andere Richtung kennen als nach oben. Daher nehmen Kaufinteressenten längst Pankow, Weißensee, aber auch Treptow ins Visier. Die Ausweichbewegung im Osten geht fast wellenförmig von den Innenstadtbezirken immer weiter nach außen“, beobachtet Felix Jahn, CEO und Gründer von McMakler. Und weiter: „Ganz anders sieht das in den alten West-Berliner Bezirken aus mit einzelnen Hotspots, sowohl inner- als auch außerstädtisch. Auch Randbezirke wie beispielsweise Zehlendorf gehören seit jeher zu den wohlhabenden Bezirken Berlins und rufen hohe Immobilienpreise auf.“

Im Vergleich der einzelnen Ost- und West-Bezirke kristallisieren sich zwei Spitzenreiter mit über 6.000 Euro pro Quadratmeter heraus. Im Osten führt Berlin Mitte mit 6.877 Euro pro Quadratmeter das Ranking an, während im Westen Kreuzberg mit 6.543 Euro pro Quadratmeter alle anderen Bezirke hinter sich lässt. Egal ob Ost oder West – auch bei den Zweitplatzierten je Stadtteilhälfte ist der preisliche Unterschied kaum sichtbar. In Prenzlauer Berg, im Osten der Stadt, müssen Interessenten mit 5.928 Euro pro Quadratmeter, in Wilmersdorf, im Westen Berlins gelegen, mit 5.949 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Am günstigsten bleibt es in den Ost-Bezirken Treptow mit 3.516 Euro pro Quadratmeter, Hellersdorf mit 3.414 Euro pro Quadratmeter und Marzahn mit 3.297 Euro pro Quadratmeter. Zudem werden in zwei weiteren Ost-Bezirken Quadratmeterpreise unter 4.000 Euro aufgerufen. Dazu gehören Köpenick mit 3.845 Euro pro Quadratmeter und Hohenschönhausen mit 3.876 Euro pro Quadratmeter. Im Westen der Stadt können Käufer in nur zwei Bezirken, Reinickendorf mit 3.927 Euro pro Quadratmeter und Spandau mit 3.794 Euro pro Quadratmeter, Immobilien unter 4.000 Euro pro Quadratmeter erwerben. (DFPA/JF1)

Quelle: Pressemitteilung McMakler

Die McMakler GmbH ist ein in Deutschland und Österreich aktiver Full-Service Immobiliendienstleister, der seit 2015 digitale Analyse-, Vermarktungs- und Kommunikationstechnologien mit der persönlichen Beratung seiner Kunden durch eigene Makler vor Ort verbindet.

www.mcmakler.de

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