Interhyp: Corona lässt Bauzinsen ansteigen

Nachdem die Zinsen für Immobilienkredite Anfang März ein neues Allzeittief markiert haben, sind die Konditionen nun wieder gestiegen. In den vergangenen Tagen haben einige Anbieter die Konditionen erhöht oder eine Erhöhung angekündigt, teils um 0,1 bis 0,3 Prozentpunkte. Das betrifft auch Förderkredite der KfW-Bank. Interhyp, Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen, rechnet mit weiteren Erhöhungen. „Die Corona-Krise hat Bauzinsen zuerst auf Talfahrt geschickt und lässt sie jetzt leicht ansteigen. Trotz der Erhöhungen ist Baugeld aber weiter sehr günstig“, sagt Mirjam Mohr, Interhyp-Vorstand für das Privatkundengeschäft.

Laut Interhyp liegen die Konditionen für zehnjährige Darlehen derzeit immer noch oft unter 0,7 Prozent. Mohr empfiehlt: „Baufinanzierungsinteressenten sollten eine Finanzierung immer in Ruhe und wohlüberlegt angehen. Wer jetzt einen konkreten Finanzierungsbedarf hat, sollte die Zinsen genau vergleichen.“ Die Finanzierung sollte zukunftsorientiert ausgestaltet sein und Flexibilität ermöglichen.

Im Zuge der Kursstürze an den Börsen und der wirtschaftlichen Unsicherheit war Anfang März laut Interhyp zunächst eine starke Nachfrage nach sicheren Anleihen zu beobachten. Die Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen, die als Wegweiser für die Entwicklung der Bauzinsen gelten, sanken zwischenzeitlich auf ein Rekordtief von unter minus 0,80 Prozent. Daher seien in der Folge die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen auf ein Allzeittief von um 0,6 Prozent gefallen. Ein weiterer Faktor für das allgemein günstige Zinsumfeld für Baufinanzierungen sei die seit Jahren andauernde Niedrigzinspolitik insbesondere der Europäischen Zentralbank (EZB).

Nun sieht der Baufinanzierungsvermittler Anzeichen für einen leichten Konditionsanstieg. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei wieder gestiegen, auch aufgrund der erwarteten Kosten für die Hilfsprogramme des Staates. Die Refinanzierungssituation der Banken ist derzeit nicht mehr ganz so günstig wie Anfang März, so Interhyp. In der Folge hätten jetzt einige Banken ihre Konditionen erhöht. „In der Corona-Krise sehen wir eine größere Volatilität bei den Bauzinsen als üblich“, sagt Mohr. Kreditnehmer sollten trotz des aktuellen Konditionsanstiegs in Ruhe vergleichen. Wer eine Kreditaufnahme plant, solle langfristig agieren. Interhyp rät im Marktumfeld zu langen Zinsbindungen von zehn Jahren und mehr und zu hohen Anfangstilgungen von mindestens drei Prozent. (DFPA/mb1)

Quelle: Pressemitteilung Interhyp

Die Interhyp AG mit Sitz in München ist ein Kreditvermittler für Immobilienfinanzierungen. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der niederländischen ING Direct.

www.interhyp.de

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