KPMG-Studie: "Massive Risikokapital-Investments in Deutschland"

Im dritten Quartal 2019 sind rund zehn Milliarden Dollar Risikokapital (Venture Capital (VC)) in europäische Start-ups flossen. Damit wurde in diesem Jahr bereits zu Ende September mit 28,76 Milliarden Dollar die Summe des gesamten Vorjahres (26,98 Milliarden Dollar) übertroffen. Zu verdanken ist dies vor allem größeren Investments in Deutschland, Großbritannien, Schweden, Israel und Belgien. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen „Venture Pulse“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, für den die weltweit abgeschlossenen VC-Investitionen der ersten drei Quartale 2019 analysiert wurden

In Deutschland floss im dritten Quartal mit 2,29 Milliarden Dollar so viel Geld wie nie zuvor in einem Quartal. Der Löwenanteil davon ging mit 564 Millionen Dollar an FlixMobility, gefolgt von N26 (470 Millionen) und BioNTech (325 Millionen). FlixMobility und N26 gehörten damit zu den weltweiten „Top 10“ der weltweiten VC-Investments.

Die weltweiten Investitionen in VC haben in den ersten drei Quartalen dieses Jahres knapp 178 Milliarden Dollar betragen. Das ist zwar nicht so viel wie im Rekordjahr 2018 (Januar bis September 2018: 214 Milliarden Dollar), aber genauso viel wie im gesamten Jahr 2017 und mehr als in den Jahren davor.

Vor allem Start-ups aus den Sektoren Transport, Mobilität und Cybersicherheit zogen im dritten Quartal die Investoren an. Stefan Kimmel, Partner bei KPMG: „Was sich inzwischen ganz deutlich zeigt, ist eine zunehmende Skepsis der Investoren gegenüber Unternehmen, die unprofitabel sind oder über kein klares Geschäftsmodell verfügen, bei dem Profite absehbar sind. Das trifft natürlich umso mehr auf größere Later Stage-Investments zu.“ (DFPA/JF1)

Quelle: Pressemitteilung KPMG

KPMG ist ein Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen und in Deutschland mit rund 11.700 Mitarbeitern an mehr als 20 Standorten präsent.

www.kpmg.com

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