Münchner Büromarkt: Hohe Preise drücken Renditen

Die Büroknappheit in München hat mittlerweile einen ernstzunehmenden Zustand erreicht. Zu diesem Fazit sind Makler, Researcher und Projektentwickler bei der Veranstaltung „Makler Lounge“ des Projektentwicklers Schwaiger Group in München gekommen. Die Leerstandsquote ist mittlerweile auf 1,4 Prozent gesunken. Das könne dazu führen, dass sich Unternehmen bei Standortentscheidungen wegen fehlender Expansionsmöglichkeiten gegen München entscheiden. Zudem treibe die Knappheit die Preise weiter nach oben und lasse die Renditen sinken.

„Es wird kritisch, wenn nicht gebaut wird. Gesund wäre ein Leerstand von drei bis vier Prozent als Angebotsreserve. Die Fertigstellungen reichen nicht aus“, erklärt Oliver Rohr, Projektleiter bei dem Immobilienberater Bulwiengesa. Das Bürobeschäftigtenwachstum ist laut Rohr in München der wichtigste Treiber – sowohl für die generelle Nachfrage als auch für die Entwicklung der Spitzenmieten. Bulwiengesa rechnet damit, dass München bei den Büromieten sogar die 40 Euro knacken wird. Ob bei den Mieten und als Bürostandort künftig Berlin, München oder Frankfurt am Main das Rennen macht, sei aktuell schwer abzusehen.

Die Spitzenmietentwicklung in München hat sowohl in der City als auch am Cityrand und in der Peripherie deutlich angezogen. Laut Rohr werden in Stadtlagen längst Abschlüsse deutlich über 30 Euro pro Quadratmeter erzielt. Selbst in peripheren Bürolagen sind Mieten über 20 Euro keine Seltenheit mehr. Aufgrund des anhaltenden Anlagedrucks im Niedrigzinsumfeld werden sich die Nettoanfangsrenditen kurzfristig eher Richtung 2,5 Prozent bewegen. Bis 2023 sei dann wieder ein moderater Anstieg möglich. Grundsätzlich konstatieren die Experten, dass trotz konjunktureller Verlangsamung weiterhin von einer sehr guten Nachfragesituation für Büroflächen auszugehen sei. Der Münchner Büromarkt werde weiterhin vom Zuzug hochqualifizierter Arbeitskräfte profitieren.

Damit die hohe Nachfrage bedient werden kann, müsse mehr gebaut werden. „In den nächsten fünf Jahren heißt es bauen, bauen, bauen“, erklärt Rohr. Michael Schwaiger, CEO der Schwaiger Group, betrachtet die Marktlage als Chance, das Augenmerk auch auf anspruchsvollere Projektentwicklungen zu lenken. „Es müssen neben dem Neubau ganz klar vermehrt Flächen mit Revitalisierungspotenzial entwickelt werden.“ Nach seinen Beobachtungen können Projektentwicklungen auch Quartiere aufwerten, die lange weniger Beachtung gefunden haben. „Am Schatzbogen ist mit dem Centro Tesoro sichtbar, wie durch Revitalisierung das komplette Umfeld aufgewertet wird.“

Die Experten seien sich einig: Wenn in München nicht mehr gebaut wird, entscheiden sich die Unternehmen anders. Für Unternehmen sei es problematisch, wenn eine Expansion am Standort scheitert, weil Flächen fehlen. Das gelte nicht nur für Neuansiedlungen, sondern auch für Umzüge. Nach Einschätzung der Experten richtet sich der Fokus des Marktes zwangsläufig auf den entwickelten Bestand – der de facto am Markt nicht verfügbar sei. (DFPA/mb1)

Quelle: Pressemitteilung Schwaiger Group

Die Schwaiger Group GmbH mit Sitz in München ist als Bauträger sowie in den Bereichen Ankauf, Projektentwicklung, Vermietung und Verkauf tätig. Das Unternehmen ist seit mehr als 25 Jahren am Münchner Markt aktiv. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Revitalisierung von Objekten.

www.schwaiger.com

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