Trotz schwächerer Weltwirtschaft: "Emerging-Markets-Anleihen besitzen Chancen"

Die Weltwirtschaft und die US-Wirtschaft dürften sich in den kommenden sechs bis zwölf Monaten abschwächen. Gründe dafür sind die anhaltenden Sorgen um den Handelskrieg und die Frage, ob China die daraus resultierenden Risiken für das eigene Wachstum abfedern kann. Das wirkt sich nach Meinung des Asset Managers Legal & General Investment Management (LGIM) auch auf Emerging Markets aus. Dennoch gibt es nach Überzeugung der Investment-Experten auch Investmentgelegenheiten bei Schwellenländeranleihen, so aus den Ländern Ägypten, Nigeria, Katar und Venezuela.

Uday Patnaik, Head of Emerging Markets Debt bei Legal & General Investment Management, sieht auch im derzeitigen Marktumfeld attraktive Chancen bei ausgewählten Emerging Markets: „Die Weltwirtschaft einschließlich der US-Wirtschaft wird sich wahrscheinlich in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abschwächen. Dazu gesellen sich idiosynkratische Probleme innerhalb der Schwellenländer. Ich bin aber weiter fest davon überzeugt, dass sich mit der richtigen Positionierung in den Schwellenländern ein bedeutendes Alpha generieren lässt - nicht zuletzt infolge der Informationsasymmetrie in den Emerging Markets.“

In Bezug auf die Risiken sorgt sich der Experte vor allem um eine Eskalation des Handelskrieges zwischen China und den USA und als Folge dessen auch um einen möglichen Handelskrieg mit der EU im Laufe dieses Jahres.

Im Hinblick auf renditestärkere Gelegenheiten im Subinvestment-Grade-Bereich schätzt Patnaik derzeit Hartwährungsanleihen in Ägypten und Nigeria, einschließlich ausgewählter nigerianischer Finanzwerte. Im Investment-Grade-Bereich übergewichtet der Experte Katar. Chancen sieht er auch in Venezuela. „Wir halten unser Exposure auf venezolanischen Anleihen, da wir glauben, dass der ultimative Aufwärtstrend deutlich höher ist als aktuell eingepreist“, so Patnaik.

Aus Sicht von Patnaik sind Investoren bei Investments in Schwellenländeranleihen gut beraten, auf einen Top-down-Ansatz zu achten. „Die Schwellenländer und die Performance ihrer Schuldtitel werden von globalen Entwicklungen bestimmt. So müssen neben anderen Faktoren beispielsweise die US-Kurse, der US-Dollar, die Rohstoffpreise - insbesondere im Hinblick auf Rohöl und Metalle -, die Geopolitik, die Aktien- und Zinsvolatilität, die Weltwirtschaft und die Geldpolitik der Zentralbanken in den G7-Ländern plus China berücksichtigt werden. Deshalb ist ein makrothematischer Top-Down-Investmentansatz wichtig“, sagt Patnaik. „Ich verfüge über eine 30-jährige Erfahrung in Investments in Schwellenländeranleihen und habe in dieser Zeit noch nie einen Bottom-up-Ansatz erlebt, der in der Lage ist, das Kundenkapital zu schützen und Drawdowns so erfolgreich zu begrenzen wie ein Top-down-Ansatz.“ (DFPA/TH1)

Quelle: Pressemitteilung Legal & General Investment Management

Legal & General Investment Management (LGIM) zählt zu den größten Asset Managern der Welt. Das Unternehmen verwaltet ein Vermögen von 1.178 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft Legal & General Group wurde 1836 gegründet und ist an der Londoner Börse notiert.

www.lgim.com

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