Umfrage: Corona-Krise trifft Privatanleger

Knapp die Hälfte der deutschen Privatanleger (47 Prozent) hat durch die Corona-Krise keine Verluste bei ihrer Geldanlage zu verzeichnen. Demgegenüber hat knapp mehr als die Hälfte – zumindest kurzfristig bis Mitte Mai 2020 – Verluste zu beklagen, wobei 33 Prozent kleinere bis mittlere und 19 Prozent höhere bis sehr hohe Rückgänge verbuchten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 1.023 Direktbankkunden ab 18 Jahren hervor, die die puls Marktforschung im Auftrag der Consorsbank im Zeitraum vom 30. April bis 12. Mai 2020 durchgeführt hat.

Ein ähnliches Bild wie bei der Geldanlage zeigt sich bei beruflich bedingten finanziellen Nachteilen durch die Pandemie. Dort gaben 50 Prozent des repräsentativen Panels der Direktbankkunden an, keine Auswirkungen zu spüren. Die anderen 50 Prozent sehen sich dagegen leicht bis sehr stark betroffen - etwa in Form von Kurzarbeit, Arbeitsplatzverlust oder ausbleibenden Einnahmen als Selbstständiger. Der Anteil der Befragten mit starken bis sehr starken Einbußen betrug dabei 21 Prozent.

Rund ein Drittel aller Direktbankkunden hat sich aufgrund von Corona verstärkt mit den persönlichen Finanzen beschäftigt. Ebenfalls ein Drittel der Anleger achtet jetzt bei Investitionen stärker auf die Sicherheit. Ein Fünftel der Kunden will bei künftigen Anlagen mehr als früher das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigen.

Zwölf Prozent der Direktbankkunden haben in der Krise vermehrt Wertpapiere gekauft. Mehr Verkaufsorders aufgegeben haben dagegen nur acht Prozent der Kunden. Motiv Nummer eins für den Kauf von Wertpapieren waren für die Mehrheit der Anleger die niedrigen Kurse, die sich vor allem in der Phase des Aufflammens der Pandemie im März und April ergaben. In den kommenden zwei Jahren rechnen 37 Prozent der privaten Anleger mit leicht bis stark steigenden Kursen an den Börsen.

Noch ist die Corona-Pandemie allerdings nicht ausgestanden. Zwar gingen die Infektionszahlen hierzulande zurück und wurden die Beschränkungen gelockert. Die Ausbreitung des Virus ist aber noch nicht gänzlich gebannt. Wie steht es um das finanzielle Überleben der Anleger bei einer längeren Krise? Rund 46 Prozent aller befragten Direktbankkunden, die finanzielle Einbußen erlitten haben, gaben an, noch sechs oder mehr Monate auszukommen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen. Bei einem Drittel ist diese Zeitspanne kürzer. Vier Prozent waren zum Zeitpunkt der Befragung bereits gezwungen, sich Geld zu leihen. 16 Prozent machten keine Angaben. 38 Prozent aller Direktbankkunden planen unabhängig davon, ob sie Verluste erlitten haben oder nicht, als Reaktion auf die Krise ihre Ausgaben insgesamt zu senken. (DFPA/JF1)

Quelle: Pressemitteilung Consorsbank

Die Consorsbank ist Teil der französischen Großbank BNP Paribas. Deutscher Hauptsitz der Direktbank ist Nürnberg. BNP Paribas ist eine europäische Bank mit internationaler Reichweite. In Deutschland ist die BNP Paribas-Gruppe seit 1947 aktiv und hat sich mit zwölf Gesellschaften am Markt positioniert.

www.consorsbank.de

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