Weiterhin breite Nachfrage am Münchener Logistikmarkt

Der Münchener Logistik- und Lagerflächenmarkt zeichnet sich auch in Pandemie-Zeiten durch eine breite Nachfrage aus. Mit einem Flächenumsatz von 238.000 Quadratmetern wurde das Rekordergebnis des Vorjahres zwar um rund 43 Prozent verfehlt, jedoch muss hierbei berücksichtigt werden, dass 2019 über die Hälfte des Umsatzes auf nur einen Abschluss entfiel, so eine Analyse des Immobilienberaters BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

„Lässt man diesen Sondereffekt außen vor, zeigt sich, dass aktuell sogar ein besseres Resultat zu verzeichnen war, das 26 Prozent über dem um die Großanmietung bereinigten Wert des Vorjahres liegt. Dass sich der Münchener Markt auch im schwierigen Jahr 2020 gut geschlagen hat, wird außerdem dadurch belegt, dass sich das Ergebnis auf dem gleichen Niveau bewegt wie 2018“, sagt Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial bei BNPPRE. Dies sei umso bemerkenswerter, da München nicht nur - wie alle anderen Standorte auch - einen quasi Nachfragestopp während des ersten Lockdowns verkraften musste, sondern in besonders starkem Maße auch von den strukturellen Veränderungen und schwachen Geschäftszahlen im Automotive-Sektor betroffen ist. Der hieraus resultierende Nachfragerückgang wurde aber durch andere Branchen kompensiert.

Mit einem Umsatzanteil von 31 Prozent haben sich Handelsunternehmen an die Spitze aller Branchengruppen gesetzt und den langjährigen Schnitt übertroffen. Auf Rang zwei folgen Logistikdienstleister, die knapp 29 Prozent zum Ergebnis beisteuern und ebenfalls wesentlich stärker beteiligt sind als üblich. Demgegenüber blieben die in München traditionell überproportional starken Produktionsunternehmen mit einem Beitrag von knapp einem Viertel spürbar hinter ihren sonst üblichen Werten zurück.

Die Höchstmiete notiert weiterhin bei 7,00 Euro pro Quadratmeter und auch die Durchschnittsmiete liegt unverändert bei 6,10 Euro pro Quadratmeter. Damit zeigten sich die Mieten im Jahr 2020 zwar stabil, ein leichter Anstieg erscheint aus heutiger Sicht allerdings nur noch eine Frage der Zeit. Ausschlaggebend dafür sei das nach wie vor viel zu geringe Angebot.

„Auch für 2021 ist von einer weiterhin hohen und breit gefächerten Nachfrage auszugehen. Neben dem starken Umsatztreiber E-Commerce dürfte die absehbare gesamtwirtschaftliche Erholung auch die Nachfrage aus der Industrie wieder etwas anziehen lassen. Hinzu kommen Umstrukturierungsprozesse, zum Beispiel im Bereich der E-Mobilität, für die ebenfalls neue Produktionskapazitäten und damit auch Flächen benötigt werden. Eine spürbare Entspannung des Angebotsengpasses gerade im großflächigen Marktsegment zeichnet sich aber nicht ab, was einerseits vermutlich zu steigenden Mieten führen wird, andererseits den Trend in immer peripherere Standorte auszuweichen weiter stärken dürfte“, so Bastian Hafner, Head of Logistics & Industrial Advisory bei BNPPRE. (DFPA/JF1)

Quelle: Pressemitteilung BNPPRE

Das international tätige Immobilienberatungsunternehmen BNP Paribas Real Estate S.A.S. (BNPPRE) ist eine Tochtergesellschaft der französischen Großbank BNP Paribas.

www.realestate.bnpparibas.de

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