Wertpapier-Sparpläne 2020 im Test

In Zeiten von Minizinsen auf Tages- oder Festgeldkonten können Wertpapier-Sparpläne eine Alternative sein: Die finanziellen Einstiegshürden sind gering und das Angebot vieler Banken umfangreich. Welche Anbieter mit ihren Produkten überzeugen, zeigt der Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität, welches die Sparpläne von 16 überregionalen Finanzinstituten untersucht hat.

Bei vielen Banken stehen Produkte verschiedener Kategorien zur Auswahl, zum Beispiel Sparpläne auf Indexfonds (ETF), aktiv gemanagte Fonds, Zertifikate oder Aktien. Dabei sind diese Sparvarianten auch für Kleinanleger interessant: Bei einigen Banken lassen sich schon ab 25 Euro auf Dauer finanzielle Reserven bilden, die Mindestsparbeträge variieren allerdings und können je nach Anbieter auch bei 50 oder sogar 100 Euro liegen. In der Regel - bei 15 der 16 untersuchten Banken - hat der Kunde auch die Wahl, statt monatlich in anderen Zyklen zu sparen, zum Beispiel zweimonatlich oder quartalsweise. Mehr als die Hälfte der Finanzinstitute stellt sogar vier oder fünf verschiedene Sparintervalle zur Auswahl und bieten dem Anleger damit eine erhöhte Flexibilität.

Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität: „Wertpapier-Sparpläne sind eine smarte Möglichkeit der langfristigen Geldanlage. Die Regelmäßigkeit des Sparens sorgt selbst bei geringen Sparbeträgen auf Dauer für gute Renditechancen. Ein Kostenvergleich ist allerdings ratsam, wobei es gerade bei ETF-Sparplänen auch viele Angebote ohne Ordergebühr gibt.“

Bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro variieren die Kosten pro Ausführung bei Aktien-Sparplänen der 16 untersuchten Banken zwischen 80 Cent und 2,50 Euro. Dies summiert sich auf lange Sicht: Allein an Order-Gebühren beträgt der Unterschied bei einem Anlagehorizont von fünfzehn Jahren 306 Euro.

Testsieger in der Kategorie Fonds-Sparpläne ist Smartbroker. Das Finanzinstitut verfügt über 800 aktiv gemanagte Fonds, die allesamt ohne Ausgabeaufschlag angeboten werden. Den ersten Rang im Bereich der ETF-Sparpläne belegt Flatex mit dem größten Angebot (über 1.000 entsprechende Produkte); für fast die Hälfte der ETFs wird keine Kauf-/Ordergebühr erhoben. Platz eins im Bereich der Zertifikate-Sparpläne sichert sich die Comdirect Bank. Die Direktbank punktet mit einer niedrigen Mindestsparrate von monatlich 25 Euro, einem großen Produktportfolio und vergleichsweise niedrigen Gebühren. In der Kategorie Aktien-Sparpläne positioniert sich die Consorsbank auf Rang eins. Ausschlaggebend sind ein sehr großes Angebot, das auch Sparpläne auch auf ausländische Aktien umfasst, sowie moderate Kosten. (DFPA/TH1)

Quelle: Pressemitteilung Deutsches Institut für Service-Qualität

DISQ Deutsches Institut für Service-Qualität GmbH & Co. KG ist ein Marktforschungsinstitut mit Sitz in Hamburg.

www.disq.de

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